Schwieriger Einsatz im Bergwald am Schrainbach

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Schönau am Königssee - Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“, die Bergwacht und die Wasserwacht Berchtesgaden sind am Donnerstagabend zu einem internen Notfall ans Westufer des Königssees geschickt worden.

Ein schwer intern erkrankter 70-jähriger Wanderer musste unter schwierigen Bedingungen per Rettungstau am Hubschrauber zwischen den Bäumen im steilen Bergwald entlang des Schrainbachs ausgeflogen werden.

Gegen 17.40 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Traunstein die Meldung ein, dass an der Schrainbachalm zwischen Saugasse und Königssee-Westufer ein schwer intern erkrankter Wanderer Hilfe braucht. Der sofort alarmierte Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden forderte den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ an, wobei der Pilot zunächstdirekt an der Alm landete. Von den Hilfesuchenden fehlte aber jede Spur. Im Schwebeflug suchte die Besatzung den Weg weiter nach außen ab, bis sie schließlich an einer Spitzkehre direkt am Schrainbach die drei Wanderer entdeckte und per Außenlautsprecher ansprach.

Da die Gruppe weitergegangen war und sich nun im steilen Bergwald befand, musste die Hubschrauberbesatzung auf einem Geröllfeld am Seeufer zwischenlanden und den Notarzt samt Ausrüstung am 40 Meter langen Rettungstau in einem schwierigen Flugmanöver zwischen den Bäumen einfädeln und beim Patienten absetzen. Während sich der Arzt um den 70-Jährigen kümmerte, holten Pilot und Rettungsassistent am Landeplatz in Schönau einen Bergwacht-Luftretter ab und setzten ihn zur Unterstützung des Arztes ebenfalls per Tau am Einsatzort ab.

Der stabilisierte Patient konnte danach im Rettungssitz gesichert zusammen mit dem Notarzt am Tau zum Geröllfeld geflogen werden, wo er in die Maschine zum Weitertransport ins Klinikum Traunstein umgelagert wurde. Der Bergwacht-Luftretter begleitete die verbliebenen Wanderer bis ans Seeufer, wo bereits die Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot für den Rücktransport zur Seelände wartete.

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz, KdöR - Kreisverband Berchtesgadener Land

Rubriklistenbild: © Bayerisches Rotes Kreuz, KdöR - Kreisverband Berchtesgadener Land

Zurück zur Übersicht: Region Berchtesgaden

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser