Wer entscheidet über "schneefrei" an Schulen?

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Sieht in der neuen lokalen Koordinierungsgruppe für Schulausfall die Sicherheit für die Eltern, CJD-Christophorusschulen-Leiter Stefan Kantsperger.

Schönau am Königssee - Ab diesem Schuljahr gibt es bayernweit eine neue Regelung, wer entscheidet, dass aufgrund von Witterungsverhältnissen schulfrei ist und wie es kommuniziert wird - Reaktionen:

Wer deswegen eine große Diskussion erwartet, täuscht sich. Denn selbst in Deutschlands höchstgelegener Schule, den CJD Christophorusschulen, fällt der Unterricht so gut wie nie aus. "Ich kann mich im Winter nur einmal daran erinnern, dass der Unterricht wegen zu viel Schnee ausgefallen ist", erzählt Schulleiter Stefan Kantsperger im BGLand24-Interview. "Da haben wir es aber vorher gewußt und es rechtzeitig bekannt geben können."

Ansonsten gebe es auch an der Privatschule einen genauen Plan, wie die Lehrer und Schüler verständigt werden. Das Radio spielt dabei eine große Rolle und das Internet. "Die Schüler sind da viel schneller, die kommunizieren das gleich weiter", ist sich Kantsperger sicher. "Wir würden in so einem Fall natürlich eine Meldung auf unsere Internetseite stellen." Und einen Telefondienst muss es auch geben. Doch das war bisher nur einmal im Winter und einmal im Sommer nötig.

Die höchstgelegene Schule Deutschlands.

"Die neue lokale Koordinierungsgruppe macht vor allem für die Eltern Sinn", erklärt der Schulleiter. "Für sie ist die Sicherheit wichtig, ob Unterricht stattfindet oder nicht." Der Leiter der lokalen Koordinierungsgruppe im Berchtesgadener Land ist Schulamtsleiter Frank Thieser. Er sagte gegenüber BGLand24: "Den Unterrichtsausfall über eine lokale Koordinierungsgruppe festzulegen praktizieren wir im Staatlichen Schulamtsbezirk Berchtesgadener Land bereits ab 2005. Den Informationsstrang werden wir analog Rosenheim, zusätzlich über die Homepage des Staatlichen Schulamtes BGL, nutzen." Und weiterhin werden vor allem die örtlichen Medien rechtzeitig informiert, um es an die Bevölkerung weiterzugeben.

Kantsperger als Schulleiter einer Privatschule ist es freigestellt, sich an der Koordinierungsgruppe zu beteiligen. "Natürlich schließen wir uns an", betont er. "Aber sollte es in unserem besonderen Fall auf knapp 1200 Meter Höhe eine andere Situation geben als im Tal, entscheiden wir individuell und informieren das Staatliche Schulamt darüber."

Winter im Berchtesgadener Land

Winter im Berchtesgadener Land

Christine Zigon

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