Im Kurgarten weicht die Eisfläche

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Von links: Eisgarten-Betreiber Toni Grassl, Bürgermeister Franz Rasp sowie Hotelier Thomas Hettegger und Hofbrauhaus-Chef Josef Stangassinger bei der Eröffnung.

Berchtesgaden - Der Eisgarten wurde am Freitag abgebaut, um so die Kuranlage in ihren Ursprungszustand zu versetzen.

Dass der Eisgarten im Berchtesgadener Kurgarten ein echter Hingucker war, ist unbestritten. Veranstalter Toni Grassl vom Outdoor Club hatte den Versuch gewagt, eine 480 Quadratmeter große Eisfläche samt Eisstock-Möglichkeit mitten in den Markt zu setzen. Die Besucher waren begeistert, „endlich passiert hier mal etwas“, so das allgemeingültige Fazit damals. Eislauffläche und Eiskletterturm sorgten bis in den Februar hinein für angenehme Stunden und viele fröhliche Kindergesichter. Allerdings: Es mangelte an der Gesamtbesucherzahl, sagt Toni Grassl im Nachhinein. Bis zum heutigen Donnerstag soll der Eisgarten den Planungen entsprechend abgebaut sein.

Ein Experiment war es, eines, das gut ankam, viele positive Stimmen nach sich zog. „Jetzt müssen wir diese Winter-Saison erst einmal abwickeln“, sagt Toni Grassl. Noch ist der Abbau zugange, heute soll der Kurgarten wieder eislaufflächenfrei sein. Ob er sich eine Wiederholung vorstellen könne? Toni Grassl antwortet zögerlich: „So wie es war, können wir es definitiv nicht mehr machen“, sagt er. Was aber nicht ausschließen soll, dass etwas anderes kommen könnte. Bislang schweigt sich der Event-Spezialist darüber noch aus. „Für uns war wichtig, dass wir den Eisgarten früher schließen konnten“, sagt Grassl. Somit wurden die Betriebskosten gesenkt, die Besucherzahlen waren zu gering.

Eigentlich hätte der Eisgarten bis zum 12. März geöffnet haben sollen – vier Wochen zuvor wurde er geschlossen. „Die Besucherzahlen haben einfach nicht dem entsprochen, was die Kalkulation vorgegeben hatte“, weiß der mit seiner Agentur im Markt Ansässige. Ob man mit einem konkreten Minus aus der Sache gehen werde, könne Grassl zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Noch sei nicht alles abgewickelt. Wenn dies geschehen sei, könne man auch über neue Perspektiven sprechen.

Zuvor müsse aber der ursprüngliche Zustand des Kurgartens erreicht werden. Denn: Sobald die Technik aus dem Kurgarten verschwunden ist, „werden wir sehen, wie der Grasbelag darunter aussieht“, sagt Grassl, der mit dem Markt Berchtesgaden vereinbart hat, Grassamen nachzustreuen, sofern erforderlich. Ob es abermals Schlittschuhläufer mitten im Herzen Berchtesgadens geben wird, wird sich zeigen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

kp

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