Ein Unfall nach dem anderen

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Neben dem Rettungshubschrauber waren in der vergangenen Woche vor allem die Einsatzkräfte der Bergwacht gefragt.

Berchtesgaden - Insgesamt 17 Mal ist die Bergwacht Berchtesgaden in der vergangenen Woche ausgerückt.

Der Grund für den nahezu pausenlosen Einsatz ist das anhaltend schöne Wetter, bei dem besonders viele Menschen in den heimischen Bergen unterwegs sind. Wie bereits berichtet mussten einige Patienten mit internen Erkrankungen und Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 14“ am Tau und nach notärztlicher Behandlung abtransportiert werden.

Am Freitagabend fuhren zwei Mountainbiker in Schönau auf der Vorderbrandstraße gemeinsam talwärts. In einer scharfen Rechtskurve geriet einer der jungen Männer laut Polizei vermutlich aufgrund eines Bremsfehlers auf regennasser Straße auf die Gegenfahrbahn und prallte dort gegen die Leitplanke. Durch die Wucht des Aufpralls wurde er über die Leitplanke geschleudert und stürzte rund 20 Meter einen steilen Abhang hinunter. Der 43-jährige Mann wurde schwer verletzt und musste vom Rettungsdienst des Roten Kreuzes vor Ort notärztlich behandelt werden. Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden brachten den Patienten per Gebirgstrage zurück auf die Straße. Im Anschluss wurde er zur weiteren Behandlung ins Unfallkrankenhaus nach Salzburg eingeliefert.

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Am Samstag alarmierte die Rettungsleitstelle Traunstein gegen 9 Uhr den Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden, da sich ein 55-Jähriger am Purtscheller-Haus am Bein verletzt hatte. Aufgrund schlechter Sichtflugbedingungen musste der Patient von der Bergrettern mit einer Gebirgstrage zu Fuß abtransportiert werden; an der Roßfeldstraße konnte er an eine Krankenwagen-Besatzung des Roten Kreuzes übergeben werden.

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Anschließend alarmierte die Rettungsleitstelle den Einsatzleiter erneut mit der Meldung: „Fußverletzung an der Gotzenalm“. Vier Einsatzkräfte der Bergwacht fuhren mit einem geländegängigen Fahrzeug zum Unfallort, wo sie dann eine 20-jährige Urlauberin mit Verdacht auf eine Bänderverletzung vorfanden. Nach medizinischer Erstversorgung konnte die junge Frau dann am Parkplatz Hinterbrand an den Rettungsdienst des Roten Kreuzes übergeben werden.

Ein Patient mit Kreislaufzusammenbruch an der Schreinbach-Holzstube oberhalb des Obersees wurde ebenfalls am Samstag von der Besatzung des Rettungshubschraubers „Christoph 14“ medizinisch versorgt und im Anschluss abtransportiert.

Am Sonntag waren die Bergretter neben dem tödlichen Absturz am Steftensteig im Kehlstein-Gebiet auch am Jenner-Joch gefordert: Eine 79-jährige Wanderin hatte sich das Sprunggelenk gebrochen. Die Bergwacht schiente die Verletzung und brachte die Frau bis zum Parkplatz Hinterbrand, wo sie an den Rettungsdienst des Roten Kreuzes zum Weitertransport ins Kreisklinikum Berchtesgaden übergeben wurde.

Weitere Informationen zur Bergwacht Berchtesgaden findet man im Internet unter www.bergwacht-berchtesgaden.de.

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