Rohrdorfer Paar in Almbachklamm verletzt

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Marktschellenberg - Doppeleinsatz für die Bergretter: Erst verletzte sich ein 75-jähriger Wanderer am Knie, nach dem Rettungseinsatz stürzte dann seine Ehefrau (73) in die Tiefe. 

Ein 75-jähriger Wanderer aus Rohrdorf hat sich am Donnerstagnachmittag in der Almbachklamm in der Nähe der Theresienklause schwer am Knie verletzt. Gerade als die Bergwacht Marktschellenberg und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ den Mann versorgt und per Rettungstau aus der Schlucht geflogen hatten, stürzte die 73-jährige Ehefrau des Verunfallten rund acht bis zehn Meter Meter über steiles Schrofengelände ab und verletzte sich schwer am Sprunggelenk.

Der 75-Jährige war beim Abstieg durch die Klamm ausgerutscht und hatte sich schwer am Knie verletzt. Die Leitstelle Traunstein alarmierte daraufhin gegen 12.40 Uhr die Bergwacht. Während der Bergwacht-Notarzt und ein weiterer Bergwachtmann von Maria Gern aus zu Fuß in Richtung der Einsatzstelle abstiegen und den Verletzten versorgten, setzte der Pilot des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ per Rettungstau den Luftrettungssack und einen weiteren Bergwacht-Luftretter in der Schlucht ab. Der Einsatz gestaltete sich besonders schwierig, da die rund fünf Gehminuten von der Theresienklause entfernte Unfallstelle zwischen Bäumen und engen Steilhängen lag.

Almbachklamm: Rettung mit Christoph 14

Gegen 14 Uhr, kurz nachdem der im Luftrettungssack gesicherte Patient am 50 Meter langen Rettungstau ausgeflogen worden war, stürzte die 73-jährige Ehefrau des Verunfallten beim Abstieg in Richtung Marktschellenberg rund acht bis zehn Meter über steiles Schrofengelände ab und verletzte sich schwer am Sprunggelenk. Die Einsatzkräfte eilten ihr sofort zur Hilfe und übernahmen die medizinische Erstversorgung.

Während ihr Mann von einer Krankenwagen-Besatzung des Roten Kreuzes zur Kreisklinik Bad Reichenhall gefahren wurde, holten die Bergwacht und die Hubschrauber-Crew die Verletzte per Tau aus der Schlucht und flogen sie im Luftrettungssack zum Tallandeplatz an der Kugelmühle. Dort wurde sie in die Maschine umgelagert und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen.

Vier Bergretter waren über zweieinhalb Stunden lang gefordert. Die Bergwacht Berchtesgaden musste den Rettungshubschrauber mit ihrem Tankanhänger nachtanken.

Pressebericht BRK BGL

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