CJD: "fast Einheimischer" schafft an

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Josef Lecheler (l.) interviewte den neuen Schulleiter beim Festakt.

Schönau am Königgssee - Thomas Schröder-Klementa war der "alte", jetzt hat das CJD-Gymnasium und das Jugenddorf am Dürreck einen neuen Schulleiter. Und der kommt aus der Region.

"Auch wenn es eigentlich gegen unseren Grundsatz spricht", führte CJD-Vorstand Hans-Wolf von Schleinitz zu Beginn der Begrüßung des neuen Schulleiters aus, "haben wir uns diesmal für ein 'Eigengewächs' entschieden." Das 'Eigengewächs' heißt Stefan Kantsperger und kommt aus Bad Reichenhall. Seit 1992 unterrichtet er am Christopherus-Gymnasium Englisch und Geschichte. Nebenbei arbeitete er bereits in der Schulleitung mit.

"Jetzt bist du der Chef", versuchte Landrat Georg Grabner den neuen Schulleiter auf seine Verantwortung vorzubereiten. "Ich bin sicher, dass du Bewährtes erhalten, aber auch weiterentwickeln wirst", sprach er ihm auch Mut zu. "Wir wollen für Eltern, Kinder und Jugendliche des inneren und mittleren Landkreises, aber auch darüber hinaus, ein gutes und finanzierbares Privatschulangebot bieten", sagte der "Neue" zu seiner Motivation. "Wir wollen unsere starke Position im Bereich Leistungssportförderung weiter ausbauen, zum Beispiel durch den Turnhallen-Neubau."

Hans-Wolf von Schleinitz (l.) und Georg Grabner (r.) wünschten Stefan Kantsperger alles Gute für seine neue Aufgabe.

Seine Doppel-Belastung als Gymnasium- und Jugenddorfleiter sieht er als was Besonderes an: "Das ist der ganz besondere Charme dieser Position, da man für viele Bereiche verantwortlich ist." Allerdings ist Kantsperger auch bewußt, dass man nicht zu 100 Prozent Schulleiter und Jugenddorffleiter sein kann. "Deshalb suchen wir auch einen Jugenddorfleiter, der das Tagesgeschäft übernimmt."

Sein 'Tagesgeschäft' hat bereits begonnen und in einem Gespräch mit dem Leiter des CJD-Asthmazentrums Berchtesgaden, Josef Lecheler, betonte er, "dass es sehr, sehr viele Schüler gibt, die es Wert sind, diese Arbeit zu machen." Ein guter Lehrer ist aus Sicht Kantspergers flexibel, verständnisvoll und hat eine gehörige Portion Idealismus. "Keiner darf verloren gehen" ist demnach nicht nur der CJD-Leitsatz, sondern auch das ganz persönliche Lebensmotto des neuen Schulleiters - auch wenn er nur "fast" aus Berchtesgaden kommt.

Christine Zigon

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