Canyonretter trainieren am Gardasee

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In schwindelerregender Höhe fand das Training statt.

Berchtesgadener Land/Gardasee - Die Spezialeinsatzkräfte der Canyon-Rettungs-Gruppe Chiemgau (CRG) waren bei einer viertägigen Aus- und Fortbildung hoch über dem Gardasee.

Die Schulung findet seit mehreren Jahren unter der Federführung von Gruppenleiter Jannes Jahrstorfer statt und soll die Retter auf die bevorstehende Saison vorbereiten.

Die CRG setzt sich aus ehrenamtlichen Einsatzkräften der Bergwachten in der Region Chiemgau und der BRK-Kreis-Wasserwacht Berchtesgadener Land zusammen. Ihre Aufgabe ist die Rettung und Bergung von Verunfallten aus wasserführenden Schluchten und Klammen, die unter dem Begriff „Canyon“ zusammengefasst werden. Regelmäßig nehmen die Spezialisten an Fortbildungen des internationalen Bergführerverbandes (IVBV) teil, um auf hohem Niveau ihr persönliches Können zu erweitern und das Wissen an die gesamte Gruppe weiter zu geben. „Das kombinierte Einsatzteam aus Berg- und Wasserwacht ist das erste dieser Art in der Bundesrepublik Deutschland. Die Zusammenarbeit im Team funktioniert hervorragend, weil alle Einsatzkräfte den gleichen Ausbildungsgang absolviert haben und hoch motiviert sind“, erklärt Gruppenleiter Hannes Jahrstorfer, der zugleich staatlich geprüfter Berg- und Skiführer mit der Zusatzqualifikation Canyoning ist.

Um für die kommende Saison gerüstet zu sein, unterziehen sich die Einsatzkräfte seit einigen Jahren einer viertägigen Aus- und Fortbildung. Während der diesjährigen Einsatzschulung konnten die Ehrenamtlichen insgesamt vier Canyons begehen. Die vorausgegangene Schlechtwetterperiode mit relativ hohen Wasserständen machte im Vorfeld Erkundungen notwendig. „Höhepunkte waren zweifelsohne der Torrente Palvico und der Torrente San Michele mit ihren jeweils 55 Meter hohen Abseilstellen, sowie der Rio-Nero mit seinen 26 Abseilstellen und Sprüngen in Felsbecken“, schwärmt Alexander Schwarz von der BRK-Wasserwacht. Jahrstorfer: „Einige der Abseilstellen sind sehr ausgesetzt und schwierig und teilweise nur schwimmend erreichbar. Die beiden Canyons wurden zu Recht als ziemlich schwierig bewertet.“ Zusätzlich zum schwierigen Gelände forderten die niedrige Wassertemperatur von rund zehn Grad und der hohe Wasserdruck den Einsatzkräften viel Kondition und Können ab.

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