Bund der Steuerzahler kritisiert „Haus der Berge“

Berchtesgaden – „Das anspruchsvolle Projekt „Haus der Berge“, das in Berchtesgaden für den dortigen Nationalpark errichtet wird, wird den Freistaat Bayern teuer zu stehen kommen“...

so sieht dies der Bund der Steuerzahler Deutschland e. V., der das Projekt nun in seinem Schwarzbuch moniert.

Allgemein werden im Schwarzbuch all jene Projekte kritisiert, die – laut Bund des Steuerzahlers - als „öffentliche Steuergeldverschwendung“ gelten.

„Während man im September 2005 noch von Gesamtkosten in Höhe von elf Millionen Euro ausging“, beliefen sich die Kosten im Juli 2007 bereits auf 19 Millionen Euro, „da eine Machbarkeitsstudie ergeben hatte, dass der ursprüngliche Kostenrahmen nicht ausreichend ist, um eine - hinsichtlich Größe und Ausstattung - attraktive Besuchereinrichtung zu schaffen.“ Dies bestätigte auch Ulrich Brendel, Projektleiter „Haus der Berge“.

Man habe erkannt, dass das ursprüngliche Konzept mit 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche nicht ausreichend war. Eine Machbarkeitsstudie habe dann aber gezeigt, dass die Ausstellung auf einer größeren Fläche umgesetzt werden könnte (insgesamt 1400 Quadratmeter), was zu Mehrkosten geführt habe. Von einer „Explosion des Bauvolumens“ als solcher könne aber keine Rede sein. Von der insgesamt sich auf 19 Millionen Euro belaufenden Investitionssumme trägt der Freistaat Bayern 15 Millionen, drei Millionen stammen aus EU-Fördermitteln. Eine Million stammt aus Zuwendungen von dritter Seite.

Die Steuerzahler seien allein die Leidtragenden, so der Bund der Steuerzahler. Indes fällt dessen Prognose verhalten aus: „Zu hoffen bleibt, dass das „Haus der Berge“ tatsächlich zu einem „Besuchermagnet“ wird und dass die Kosten nach Fertigstellung nicht weiter in die Höhe schnellen.“

Zurück zur Übersicht: Region Berchtesgaden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser