Zwei Motorradfahrer bei Unfällen verletzt

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Berchtesgaden - Mit Beginn des schönen Frühlingswetters waren am Wochenende wieder besonders viele Motorrad- und Fahrradfahrer auf den Straßen im Landkreis unterwegs. Nicht ohne Folgen.

Bei zwei Unfällen wurden am Sonntagmittag auf der B21 bei Bad Reichenhall und auf der B319 in der Oberau bei Berchtesgaden ein 20-jähriger Reichenhaller und ein 52-jähriger Pongauer nach erster Einschätzung mittelschwer verletzt.

BRK warnt vor Motorrad-Unfällen

Das Rote Kreuz ruft aus aktuellem Anlass zu besonderer Vorsicht auf: Neben der angepassten Fahrweise ist gegenseitige Rücksichtnahme am Saisonanfang besonders wichtig. Auto- und Motorradfahrer müssen sich jetzt erst wieder aneinander gewöhnen. Erfahrungsgemäß werden Zweiräder wegen ihrer schmalen Silhouette leichter übersehen und ihre Geschwindigkeit wird oft unterschätzt. Autofahrer sollten deshalb vor allem an Kreuzungen oder bei Überholvorgängen besonders aufpassen.

Nach der langen Winterpause müssen sich auch die Kradfahrer wieder an ihre Maschinen und die Fahrbahn gewöhnen, denn der Winter hat auf den Straßen oft gefährliche Spuren hinterlassen: Fahrbahnschäden, Schlaglöcher und Splitt erhöhen das Unfallrisiko.

Die beiden Unfälle im Landkreis verliefen nach erster Einschätzung relativ glimpflich: Gegen 13.30 Uhr stürzte ein 52-jähriger Kradfahrer aus St. Johann im Pongau alleinbeteiligt auf der B319 in der Oberau bei Berchtesgaden. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde der augenscheinlich mittelschwer Verletzte vom Roten Kreuz zur weiteren Behandlung ins Salzburger Unfallkrankenhaus gebracht.

Gegen 13.36 Uhr schickte die Leitstelle Traunstein den Rettungsdienst des Roten Kreuzes auf die B21 bei Bad Reichenhall, wo ein 20-jähriger Kradfahrer auf Höhe Weißbach-Marzoll mit einem Auto zusammengestoßen war. Eine Krankenwagen-Besatzung aus Bad Reichenhall übernahm die Erstversorgung, bis Notarzt und Rettungswagen aus Freilassing eintrafen. Der nach erster Einschätzung ebenfalls mittelschwer verletzte Reichenhaller wurde zur weiteren Behandlung in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht. Beamte der Polizeiinspektion Bad Reichenhall nahmen den genauen Unfallhergang auf und leiteten den restlichen Verkehr einspurig an der Einsatzstelle vorbei.

Immer wieder gibt es Debatten, ob man bei einem Unfallopfer nicht lieber den Helm auflassen sollte, um mögliche Verletzungen an der Halswirbelsäule nicht zu verschlimmern.

Das Rote Kreuz stellt klar: bei einem bewusstlosen Motorradfahrer muss der Helm ab. Bei einem bewusstlosen Unfallopfer – egal ob Auto- oder Motorradfahrer – besteht akute Lebensgefahr, da durch Ausfall der Schutzreflexe die Atemwege verlegt sein können.

„Die Atemwege freizumachen, indem man den Kopf nach hinten beugt und das Kinn anhebt, ist daher eine der wichtigsten lebensrettenden Sofortmaßnahmen“, erklärt BRK-Ausbildungsleiter Michael Fraunhofer. „Das muss direkt am Unfallort gemacht werden!“ Wer sich dabei unsicher ist, kann seine Kenntnisse in einem Erste-Hilfe-Kurs wieder auffrischen.

Markus Leitner/Pressemitteilung BRK

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