Laternenzug, Gemüse-Regenbogen und Feuershow

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Ainring - Insgesamt 15 Gruppen mit 55 Teilnehmer waren am Kreiswettbewerb des Jugendrothreuzes dabei. Getestet wurden sowohl Kreativität und Teamgeist als auch Erste Hilfe Kenntnisse.

15 Gruppen mit 55 Kindern und Jugendlichen aus dem Landkreis haben sich am vergangenen Wochenende beim Kreiswettbewerb des Jugendrotkreuzes (JRK) in den Disziplinen Erste Hilfe, Kreativität, Teamgeist und Rotkreuz-Wissen gemessen. Höhepunkt war eine gemeinsame Fackel- und Gemüse-Regenbogen-Laternenwanderung durch das nächtliche Mitterfelden mit anschließender Feuershow am BRK-Haus.

Kreiswettbewerb des Jugendrotkreuzes

Landrat-Stellvertreter Lutz Feiler, Ainrings Bürgermeister Hans Eschlberger und Ehren-Kreisbereitschaftsleiter Ludwig Wetzelsberger machten sich ein Bild vom Können des Rotkreuz-Nachwuchses und gratulierten dem Organisationsteam rund um den Leiter der Jugendarbeit im BRK, Florian Ziegler zum gelungenen Erlebniswochenende. Die Kinder und Jugendlichen gingen in vier Altersstufen von fünf bis 27 Jahren an den Start.

Gesamtsieger des Wettbewerbs mit der höchsten Punktzahl überhaupt wurden die Jüngsten der Bambini-Gruppe aus Freilassing. Die jeweils erstplatzierten Teams der drei Altersstufen dürfen vom 25. bis 27. Juni am Bezirkswettbewerb in Erding teilnehmen. Bei den Bambinis setzte sich Freilassing an die Spitze, gefolgt von Reichenhall und Teisendorf. In der Altersstufe I verwiesen zwei Teams aus Ainring die beiden Reichenhaller Gruppen sowie Freilassing und das dritte Team aus Ainring auf die Plätze Drei bis Sechs.

Wie bei den Bambinis belegte in der Altersstufe II die Gruppe aus Freilassing den ersten Platz, gefolgt von der Wasserwacht-Jugendgruppe Laufen und den JRK-Gruppen aus Bad Reichenhall, Teisendorf und Bad Reichenhall. Obwohl sie ohne Konkurrenz an den Start gegangen waren, überzeugten die jungen Erwachsenen der Stufe III aus Bad Reichenhall das Schiedsrichter-Team mit viel Einfallsreichtum und sehr guten Leistungen in allen Disziplinen.

„Nicht der Wettkampf steht im Mittelpunkt, sondern das Erlebniswochenende und der Gemeinschaftssinn. Besonders für die Kleinen ist es etwas ganz Besonderes, wenn sie das erste Mal ohne Eltern mit den Freunden wo anders übernachten dürfen und ein abwechslungsreiches Programm auf sie wartet“, sagt Mitorganisatorin Sonja Jäkel. Weißt Du wie die Mama von Rotkreuz-Gründer Henry Dunant geheißen hat? Weißt du warum er zu Napoleon gereist ist? Wie versorgt man eine schwere Unterschenkelverletzung?

Zum Teil schwierige Fragen wie diese und mehrere knifflige Praxisaufgaben mussten die 55 Teilnehmer an sechs Stationen mit 14 Schiedsrichtern im Mitterfeldener Schulhaus beantworten und lösen. „Bereits während der Vorbereitung haben die Gruppen gelernt, dass sie mit Teamgeist wesentlich mehr erreichen und Einzelkämpfer im Nachteil sind“, erklärt Florian Ziegler. „Stille Post ohne Worte“ war eine Gruppenaufgabe für die Jugendlichen, bei der ein Begriff auf dem Rücken geschrieben wurde und erraten werden musste.

Ziegler: „Für die Kleinen war das zu schwer; sie mussten ähnliche Gegenstände wie eine Plastik- und eine Holz-Wäscheklammer in einer Kiste erfühlen und benennen.“ Im Erste-Hilfe-Praxisteil sollten die Bambinis einem Jungen helfen, der sich beim Spielen am Kopf und am Unterschenkel verletzt hatte. Die kleinen Helfer machten sich mit Feuereifer an die Arbeit. „Wir achten darauf, wie die Kinder mit den Verletzten umgehen, ob sie einen Notruf absetzen können und den Patienten warm halten“, erklärt Rettungsassistent Benedikt Zucker, der die Station als Schiedsrichter betreute.

„Die Angst vor dem Rettungswagen nehmen, das ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen Ersthelfer-Karriere“, weiß seine Kollegin Alexandra Eidenmüller. Eine viertel Stunde Zeit bekamen die Nachwuchshelfer, um eine kleine Theaterszene zum Thema „Reise zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Südafrika“ mit alltäglichen Requisiten einzustudieren. Singend, tanzend und spielend gaben die jungen Rotkreuzler mit Tüchern verkleidet ihr Schauspieltalent zum Besten.

Während bei den Jugendlichen der spuckende isländische Vulkan mit seiner Aschewolke die Reise nach Südafrika per Flugzeug in eine Kreuzfahrt mit Hindernissen verwandelte, setzten sich die Kinder mit Schlägereien und Alkoholexzessen unter Fußballfans auseinander. „Das aktuelle Jahresthema „gesunde Ernährung“ haben wir in einer Bastelaufgabe behandelt: Die Teilnehmer mussten einen Gemüse-Regenbogen oder heimische und exotische Früchte malen, beziehungsweise mit Buntpapier kleben, wobei die Transparentpapiere dann zu Laternen zusammengebaut wurden. Die Großen haben Olympia-Fackeln gebaut“, berichtet Organisatorin Edith Jäkel.

BRK-Bereitschaftsleiterin Margret Sturm-Wiersig und ihr Team verköstigten die Kinder und Jugendlichen am Abend mit einer Würstelbrotzeit; Salate und Kuchen wurden von den Eltern gespendet. Mit brennenden Fackeln und Laternen zog der Rotkreuz-Nachwuchs danach bei einsetzender Dunkelheit durch die Straßen von Mitterfelden los, wobei am Rotkreuz-Haus eine besondere Überraschung wartete: Kathrin Wimmer, Thomas Scheuerl und Holger Hild erleuchteten als Feuer-Jongleure und Flammenspucker die Nacht und begeisterten mit atemberaubenden Kunststücken.

„Anderen zu helfen ist kein Hobby, sondern eine Lebensaufgabe. Ihr lernt das von Kindesbeinen an“, lobte Bürgermeister Hans Eschlberger und lud alle Gewinner bei der Siegerehrung am Sonntagmittag zu einer Fahrt mit der Bockerlbahn durchs Ainringer Moos ein, wobei Ehren-Kreisbereitschaftsleiter Ludwig Wetzelsberger den Lokomotivführer spielen wird.

Pressemeldung BRK

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