Blitzrettung am Watzmann

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In strömenden Regen musste die Bergwacht Ramsau einen 47-jährigen Spanier vom Watzmann retten.

Berchtesgaden - Ein 47-jähriger Spanier ist am Montagnachmittag vom Watzmannhaus gerettet worden. Er hatte sich das Sprunggelenk gebrochen.

Der Mann hatte am Montag trotz des ungünstigen Regenwetters mit zwei Freunden den Watzmanngipfel erreicht. Beim Abstieg zur Falzalm unterhalb des Watzmannhauses rutschte er auf dem glitschigen Untergrund aus und brach sich den Knöchel.

Die alarmierte Ramsauer Bergwacht forderte den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ nach, schickte aber aufgrund des schlechten Flugwetters parallel einen Voraustrupp mit Motorrädern und einem Spezialfahrzeug (ATV) zur Erstversorgung los. Wegen des Starkregens war der Patient bereits unterkühlt und musste mit Wärmematerial versorgt werden. Ein Dutzend weitere Helfer folgte dem Voraustrupp mit einem Geländewagen, um den Patienten im Anschluss ins Tal zu tragen.

Während sich die Retter bereits im Aufstieg befanden, meldete der Voraustrupp bessere Sicht mit Wolkenlücken am Berg. Mit dem Chefpiloten an Bord fand „Christoph 14“ aus Traunstein dann tatsächlich im Tiefflug eine Möglichkeit, über Hallthurm zum Watzmann zu gelangen.

In einer Blitzaktion wurde der Patient in die Maschine verladen. Der Wettergott machte Druck, denn der Flug ins Tal war wegen der dichten Wolken nur noch über Kühroint und den Königssee möglich. Trotzdem schaffte es der Pilot den Patienten sicher zur Kreisklinik Bad Reichenhall zu bringen.

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