Jetzt gilt's: "Crazy"-Andy radelt nach Rom

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Der Marktschellenberger Andi Jansing (Mitte) startet heute seine Benefiz-Radtour Villach - Rom. Begleitet und unterstützt wird er von seinem Sohn Kevin (links) und Sebastian Lochner. 
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Marktschellenberg - Am heutigen Freitag geht's los: Andreas Jansing, Physiotherapeut aus der Strub, beginnt seine Trösterbären-Tour. Der Start erfolgt in Villach, sein Ziel ist Rom. 

In der Ewigen Stadt möchte er sich nach sechs Etappen mit insgesamt rund 850 Kilometern vor dem Kolosseum ablichten lassen - mit seinem Rennrad und seinen Begleitern, Sohn Kevin und Sebastian Lochner.

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Bis zur Abfahrt gestern nach Villach lief nicht alles reibunglos, das Begleitfahrzeug streikte, die Servolenkung war defekt. Die Reparatur in Bad Reichenhall klappte nicht mehr rechzeitig. "Jetzt fahren wir halt mit dem Cabrio los", nahm's Andi Jansing, der in Bischofswiesen-Strub seine Praxis betreibt, am gestrigen Donnerstag locker - "und die Jungs freut's, so ganz ohne Dach". Mit ein paar Stunden Verspätung ging's mit dem Auto los Richtung Kärnten, in den Süden Österreichs.

Kevin und Sebastian fahren ab heute immer fünf bis zehn Kilometer vor Andi Jansing und warten an noralgischen Punkten (beispielsweise großen Kreuzungen) auf den 51-jährigen Radler. Mit seiner zweiten Tour möchte er einmal mehr Spenden sammeln, um kleine Teddybären zu kaufen. Diese überreicht er dann an die BRK-Rettungsfahrzeuge, die Sanitäter geben die Kuscheltiere an verunfallte Kinder weiter: "Das sind tolle Trostspender", weiß Jansing.

Anspannung stieg merklich an

Andi Jansing mit einem Trösterbären.

Ihm geht's nicht in erster Linie um seine sportliche Leistung: "70 Prozent sind Kondition, 30 Prozent Willen", sagt er und gibt unverholen zu, dass die Anspannung vor dem Tourstart merklich anstieg. Doch wenn ich dann erst einmal auf dem Rad sitze, fällt die Nervosität meistens rasch ab. Wichtiger ist, dass jede Menge Geld auf dem Spendenkonto eingeht, damit ich viele Teddys kaufen kann".

Heute Morgen geht's auf die erste Etappe, rund 140 Kilometer lang, von Villach bis Palmanova in der Region Friaul-Julisch Venetien in der Provinz Udine: "Auf die Fahrt durchs Kanaltal freue ich mich schon sehr". Um die sechs Stunden wird der 51-Jährige dafür benötigen, 25 km/h im Schnitt reichen ihm: "Ich befinde mich schließlich nicht in einem Rennen". Wie geht's ihm mit der Hitze? "Kein Problem, das ist allemal besser als Kälte - ich friere leicht". Unter den Helm kommt eine UV-lichtdichte Mütze.

Am Abend des zweiten Tages, also am morgigen Samstag, 22. Juni, will der gebürtige Emsländer und Werder Bremen-Fan bereits hinter Venedig sein. Die ersten drei Unterkünfte sind vorgebucht, ab Tag drei "wird spontan entschieden, wo wir bleiben". Im Begleitfahrzeug findet Jansing alles, was er für seine Tour benötigt. Auch ein Ersatzrad.

Fortsetzung in Villach

Am kommenden Mittwoch, 26. Juni, möchte er die Stadtgrenzen Roms passieren und direkt Kurs aufs Kolosseum einschlagen. "Und wenn ich erst am Donnerstag dort bin, ist es auch nicht weiter schlimm", - er nimmt es locker. Immer. "Das ist in meinem Alter nicht ganz unwichtig", weiß Jansing. Er hatte diese Tour bereits 2011 geplant und auch begonnen, stürzte aber bereits auf der ersten Etappe schwer, verletzte sich und kam "nur" bis Villach. "Dort mache ich jetzt weiter und setze mein Unternehmen fort. Ich bringe das zu Ende".

Ist Rom erreicht, lassen sich die Drei Zeit für die Heimreise: "Ein bisschen Urlaub muss danach schon sein", lacht der Familienvater (vier Kinder). Daheim folgt die Übergabe der Trösterbären an die BRK-Rettungsfahrzeuge.

Jeder Cent wird in die Bären investiert

Und hier kann man Andi Jansings Aktion mit einer Spende unterstützen (jeder Cent kommt direkt der Aktion zugute): Sparkasse Berchtesgadener Land, BLZ 710 500 00, Konto-Nummer 2024 8787, Stichwort "Trösterbären".

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