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Verband sieht Zusammenhang zu Tierdrama in Schleching

Wolf in Bischofswiesen überfahren? BBV verlangt Haarprobe

War der Wolf die Ursache für die abgestürzten Rinder?
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War der Wolf die Ursache für die abgestürzten Rinder?

Neun tote Jungkühe, abgestürzt über eine steile Felswand. Nur wenige Tage später wird (mit hoher Wahrscheinlichkeit) ein Wolf in Bischofswiesen überfahren. Warum der Bayerische Bauernverband nun eine Haarprobe verlangt:

Ein Wolf ist in Oberbayern wohl nachts von einem Wagen erfasst worden und gestorben. Der 18-jährige Autofahrer war am frühen Sonntag mit seinem Fahrzeug in der Nähe von Bischofswiesen unterwegs, als ihm ein Tier vors Auto lief, wie die Polizei mitteilte. „Kurz nach einer Kuppe sprang ein Tier auf die Fahrbahn, wurde vom Pkw frontal erfasst und tödlich verletzt“, so die Polizei in ihrer Pressemitteilung. Bei dem getöteten Tier handelt es sich – nach ersten Erkenntnissen eines hinzugezogenen Jägers – mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Wolf.

Bayerischer Bauernverband verlangt Haarprobe

Dass es sich bei dem überfahrenen Tier zwischen Berchtesgaden und Bischofswiesen um einen Wolf handelt, da ist sich auch der Bayerische Bauernverband (BBV) ziemlich sicher. Auf seiner Homepage veröffentlicht der BVV eine kurze Meldung unter dem Titel „Wolf überfahren“ und stellt gleichzeitig die Vermutung in den Raum, dass es sich dabei um das Tier handeln könnte, das für die „Hetzjagd auf die Jungrinder und damit den Absturz der Tiere verantwortlich ist“. Zwischen Schleching und Bischofswiesen liegen nur rund 45 Kilometer Luftlinie. 

„Die zuständigen Fachbehörden, welche die weiteren Untersuchungen durchführen, wurden verständigt. Ihnen wird auch der Tierkörper übergeben“, teilte die bei dem Unfall zuständige Polizei Berchtesgaden mit. Der Bauernverband geht noch einen Schritt weiter: „Der Bayernverband will Klarheit und verlangt eine Haarprobe des toten Tieres. War es ein reinrassiger Wolf oder ein Hybride? Diese Untersuchung würde zur Transparenz beitragen.“ Dies schreibt der BVV auf seiner Homepage und schließt mit seiner Forderung „Der Aktionsplan Wolf muss dringend angepasst werden“ den Eintrag ab.

Jungkühe abgestürzt: Tierdrama an der Zellerwand in Schleching

In der Nacht auf den 8. Juni war eine Herde Jungvieh über die Zellerwand in Schleching abgestürzt, neun Jungkühe starben. Die Kälber hätten panisch Zäune durchbrochen, seien regelrecht durch die Alm durchgeschossen. „Wie im Formationsflug die Wand runter, die müssen aufgeschreckt worden sein“, ist sich Ralf Wegener, Ortsbauer von Mettenham und Nachbar des betroffenen Landwirts, im Interview mit der OVB Heimatzeitung sicher. Und er ist davon überzeugt: Das kann nicht nur ein Wolf gewesen sein. „Wenn da nicht zwei Wölfe beteiligt waren.“

Auch der betroffene Landwirt Hannes Hörterer ist sich sicher, dass der Wolf seine Tiere in den Tod getrieben hat. Deshalb seine klare Forderung: Die Politik muss endlich handeln und fordert er eine gewisse Regulierung der Wolfspopulation. „Der Wolf wird für uns mehr und mehr zu einem Problem.“

mh

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