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Staatliches Bauamt plädiert an Autofahrer auf B20

Wegen Watzmann-Fotos und vorzeitigem Spurwechsel: Staus am Eisenrichter Berg immer länger

„Mit Sensor gesteuerte Ampeln - Rechts halten“ steht auf den Schildern, die das Staatliche Bauamt vor der Baustellenampel am Eisenrichter Berg von Bischofswiesen kommend jetzt anbringen ließ.
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„Mit Sensor gesteuerte Ampeln - Rechts halten“ steht auf den Schildern, die das Staatliche Bauamt vor der Baustellenampel am Eisenrichter Berg von Bischofswiesen kommend jetzt anbringen ließ.
  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Die Staus an der Dauerbaustelle am Eisenrichter Berg (B20) bei Bischofswiesen waren zuletzt so lang wie noch nie: das Bauamt hat dafür teils kuriose Erklärungen - und ob man dagegen vorgehen kann, ist fraglich.

Bischofswiesen - Schon seit drei Jahren ist die B20 am Eisenrichter Berg auf eine Spur verengt, eine Ampel regelt den Verkehr in den Berchtesgadener Talkessel und aus ihm heraus. Dass die Staus zuletzt immer länger wurden, bestätigt auch das Staatliche Bauamt Traunstein auf Anfrage von BGLand24.de: „In dieser Ausprägung hatten wir eine solche Stauproblematik in den vergangenen Jahre nicht“, so Florian Paukner.

Staus am Eisenrichter Berg bei Bischofswiesen immer länger

Der Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt nennt dafür zwei Gründe: Autofahrer wechseln vor der grünen Baustellenampel zu früh die Spur und - auch das ist wohl ein Problem - bremsende und fotografierende Touristen. Paukner: „Aus Richtung Hallthurm kommende Verkehrsteilnehmer durchfahren die Baustelle oftmals nicht einfach zügig, sondern geraten beim Anblick des plötzlich am Horizont auftauchenden Watzmann offenbar dermaßen ‚in Verzückung‘, dass sofort gebremst und erst einmal ein Handyfoto gemacht wird.“

Florian Paukner begleitet die Baustelle an der B20 am Eisenrichter Berg in Bischofswiesen von Anfang an.

Durch die Verzögerungen könne die Baustelle dann nicht innerhalb der Grünphase geräumt werden und die Autofahrer aus dem Talkessel kommen nicht vom Fleck. Deren grüne Ampel erkennt dann keine Bewegung und schaltet nach der Minimalzeit von fünf Sekunden wieder auf rot. Dieses Problem trete natürlich nur bei schönem Wetter auf, eine „Abhilfe haben wir derzeit nicht parat“, so Florian Paukner vom Staatlichen Bauamt.

So regelt die Ampel die Grünphasen

Der zweite Grund für die längeren Staus aus dem Talkessel kommend sind Autofahrer, die während der Grünphase schon in großem Abstand zur Ampel die Spur wechseln. Paukner erklärt: „Die Ampelanlage regelt die Grünzeiten in Abhängigkeit vom Verkehr selbständig. Zur Erkennung des Verkehrs überwacht die Ampelanlage den Bereich etwa 25 Meter vor dem jeweiligen Signal mit einem Radarsensor. Stellt dieser Sensor einige Sekunden lang keine Bewegung fest, geht er davon aus, dass kein Auto mehr kommt, und die Gegenseite bekommt, nach der Räumzeit, grün.“

Seit Dienstag (24. August) hat das Staatliche Bauamt deshalb Zusatzschilder angebracht, die vor einem vorzeitigen Spurwechsel warnen. Das vorzeitige Wechseln auf die linke Seite sei zwar verständlich, „gerade wenn man schon länger steht, aber leider völlig kontraproduktiv“, so Paukner. Ob‘s was hilft, wird sich erst noch zeigen. Aber er fürchtet, dass eine wirkliche Besserung erst nach der Urlaubssaison eintritt, wenn auf der B20 wieder weniger los ist.

Baustelle wird noch heuer abgeschlossen

Am Eisenrichter Berg zwischen Bischofswiesen und Bayerisch Gmain wird bereits seit Sommer 2018 gebaut. Grund ist ein damaliger Hangrutsch. Seitdem wird die B20 abschnittsweise saniert. „Jetzt sind noch Arbeiten an der Straßenentwässerung und Straßenbauarbeiten zu erledigen“, heißt es von Seiten des Staatlichen Bauamts. In den nächsten Wochen werde es wegen der Asphaltierung für einige Tage auch nochmal eine Vollsperrung geben. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Aber noch heuer soll die gesamte Sanierung komplett abgeschlossen werden können.

xe

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