Erschrockener Anwohner

Wilde Schießerei: Brauchtum falsch verstanden

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Bischofswiesen - "Bei meinem Nachbarn spielt sich eine Schießerei ab! Immer wieder wird nachgeladen!" So in etwa muss ein Mann am Donnerstag die Polizei alarmiert haben.

Während des Weihnachtschießens am Donnerstagnachmittag meldete ein Bischofswieser eine „wilde Schießerei“ auf dem Gelände eines Nachbarn in Bischofswiesen. Dabei werde immer wieder nachgeladen.

Mehrere Streifen der Polizei Berchtesgaden begaben sich zur genannten Adresse. Bei der Überprüfung konnten auf dem Anwesen zwei 17-jährige Jugendliche angetroffen werden. Diese waren gerade dabei Patronenhülsen in der Wiese einzusammeln.

Brauch "Weihnachtsschießen": 

Eine Woche vor dem Heiligen Abend, am 17. Dezember, wird das Christkind um 15 Uhr zum ersten Mal lautstark "eingeschossen". Bis zum 24. Dezember wiederholt sich dies täglich zur gleichen Uhrzeit. Das eigentliche Weihnachtsschießen findet am 24. Dezember vor der Christmette, von 23:30 bis 24 Uhr, statt. Punkt 24 Uhr tritt Ruhe ein, nur während der Wandlung sind nochmals sechs einzelne Schüsse zu hören. An Silvester verabschieden die Weihnachtsschützen ab 15 Uhr das alte Jahr und begrüßen das neue von 24 bis 0:15 Uhr sowie am Neujahrstag zu verschiedenen Zeiten.

Quelle:

Während der weiteren Kontrolle kamen insgesamt drei Schreckschusswaffen und ca. 100 Schuss Munition hervor. Zuvor hatten die jungen Männer etwa 150 Schuss abgegeben.Auf Begründung erklärten die Schützen, dass sie das Weihnachtsschießen nützen wollten, um die die kürzlich erstandenen Schreckschusswaffen zu testen. Nachdem beide Beteiligte erst 17 Jahre alt sind, wurden die Waffen samt Munition sichergestellt. Zudem erwartet die Jungen eine Anzeige.

Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Berchtesgaden

Rubriklistenbild: © TimeBreak21

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