Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Schulleiter aus Bischofswiesen berichtet

Freude und Kritik zugleich - so lief der Schulstart in der Region

Drei Schüler gehen mit Schulranzen zum Eingang einer Grundschule in Prenzlauer Berg.
+
Die Grundschulen kehren zum Präsenzunterricht zurück (Symbolbild).

Am 11. Februar hat Ministerpräsident Markus Söder eine Öffnung der Schulen ab einer 7-Tages-Inzidenz von 100 für bestimmte Jahrgangsstufen angekündigt. Wie die Schulleiter in der Region damit umgehen.

Landkreis Berchtesgadener Land/Landkreis Traunstein - Seit dem 1. Februar sind in Bayern die Abschlussklassen von GymnasienFachoberschulen (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) sowie Klassen beruflicher Schulen, die zeitnah ihre Abschlussprüfungen schreiben, zurück an den Schulen.

Am Montag, den 22. Februar, folgten Grundschüler sowie die Abschlussjahrgänge aller anderen allgemeinbildenden Schulen wie Real-, Mittel- und Wirtschaftsschulen. Gleiches gilt für Kinder und Jugendliche, die entsprechende Stufen an Förderschulen besuchen. Das gilt für Regionen, in denen der Inzidenzwert unter 100 liegt. So auch in den OVB24-Landkreisen. Ein Start, der in der Bevölkerung mit gemischten Gefühlen gesehen wird. Die einen freuen sich die anderen finden es zu früh. BGLand24.de hat sich in der Region umgehört:

So lief der Schulstart in Bischofswiesen

Hans Metzenleitner, Schulleiter der Grund- und Mittelschule Bischofswiesen erzählt im Gespräch mit BGLand24.de: „Mir geht es heute so wie meinen 225 Grundschülern. Ich bin mit leuchtenden Augen in die Schule gekommen.“ Dem Schulleiter und seinem Kollegium ist es gelungen, dass am Montagmorgen alle Schüler der Grundschule wieder in den Unterricht kommen konnten. „Wir haben es geschafft, in den entsprechenden Räumlichkeiten den 1,50 Meter Abstand zu gewährleisten. Das war ein enormer Aufwand, aber es ist uns gelungen“, freut sich Metzenleitner.

Er selber habe erst am Freitag erfahren, dass der Präsenzunterricht an seiner Schule wieder stattfinden könne. Er hatte also nur drei Tage Vorlaufzeit. „Zuvor war es immer unsicher wegen dem Inzidenzwert. Es ist unglaublich, was die Kollegen über das Wochenende geleistet haben. Und die Kinder haben sich heute so dermaßen gefreut“, so der Schulleiter.

Es ist aber nicht alles so positiv“, erzählt er weiter. „Der Inzidenzwert 100 ist scheinbar in Stein gemeißelt. Wir wissen beispielsweise nicht, wie wir verfahren sollen, wenn der Inzidenzwert mal einen Tag über 100 ist.“ Für Metzenleitner fehlt es an der Planungssicherheit. Sein zweiter Kritikpunkt ist, dass man in den vergangenen Monaten kein Konzept für Schnelltests an Schulen entwickelt habe, wie beispielsweise in Österreich. Zweimal in der Woche machen die Schulkinder dort den sogenannten „Nasenbohrer-Test“.

Kritik auch von Seiten des Schulleitungsverbandes

Tatsächlich scheint die Umsetzung der Vorgaben teilweise schwierig zu sein: Erst am Sonntag hatte der Bayerische Schulleitungsverband kritisiert, dass die Vorgaben des Bayerischen Kultusministeriums in der Kürze der Zeit schlicht „nicht umsetzbar“ seien. Und auch viele Eltern scheinen angesichts der Corona-Zahlen und der Virus-Mutanten besorgt zu sein - auf Twitter trendet der Hashtag #LasstSchulenUndKitasZu.

Neue Stundenpläne, Raum- und Hygienekonzepte, Reihentestungen und Fortbildungen für die Lehrkräfte: die To-do-Liste der Schulleitungen ist seit Monaten lang - all das zu organisieren sei „anstrengend, zermürbend und ein unhaltbarer Zustand“, heißt es in dem offenen Brief des Schulleitungsverbandes, der am Freitag im Kultusministerium einging. Besonders scharf kritisiert wird darin der mangelnde zeitliche Vorlauf, um die neuesten Vorgaben für den Wechselunterricht zu realisieren.

Diskussion über frühere Impfung für Lehrer

Bundesbildungsministerin  Anja Karliczek (CDU) sprach sich angesichts der Schulöffnungen auch für eine höhere Priorisierung bei der Impfung von Grundschullehrkräften und Kita-Erzieherinnen aus. Familienministerin Franziska Giffey (SPD) plädierte im Morgenmagazin von ARD und ZDF für mobile Impfteams in Kitas und Schulen. Giffey: „Dadurch könnte das Ganze viel effizienter laufen, viel schneller gehen.“

Kommentare