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Helfen 3600 Unterschriften gegen Heim-Schließung?

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Schön gelegen und wohl trotzdem unrentabel: Das Caritas-Seniorenheim "Felicitas" in Bischofswiesen.

Bischofswiesen - Lange zierten Protestbanner das Eingangstor zum Caritas-Seniorenheim: "Warum wir?" Dem Heim droht die Schließung, nun soll eine Unterschriftenaktion helfen.

"Warum wir?" Das ist die Frage, die sich Pflegepersonal und Heimbewohner im Seniorenheim "Felicitas" stellen. Das von der Caritas betriebene Heim in der Stanggaß ist in die Jahre gekommen: Fenster, Heizungen, Aufzüge, Wärmedämmung - alles müsste erneuert werden. Lange Zeit wurden nur rote Zahlen geschrieben, das Defizit habe sich auf 500.000 Euro summiert, so die Caritas. Es droht die Schließung, neue Bewohner werden bereits nicht mehr aufgenommen. Bis Ende Mai will man sich bei der Caritas entschieden haben, ob "Felicitas" weitergeführt wird.

Die Bischofswieser wollen bei der Entscheidungsfindung allerdings ein Wörtchen mitreden. In den vergangenen Wochen wurden eifrig Unterschriften gesammelt, die Gemeinderat Paul Grafwallner am heutigen Donnerstag der Caritas-Geschäftsführerin Doris Schneider übergeben will: "Ein dickes Paket mit einer stattlichen Anzahl an Unterschriften", so Grafwallner - 3600 insgesamt!

Den letzten Lebensabschnitt "in vertrauter Umgebung verbringen"

"Die Bewohner haben hier seit vielen Jahren eine Heimat gefunden und fühlen sich in der Felicitas gut aufgehoben. Sie möchten ihren letzten Lebensabschnitt in vertrauter Umgebung verbringen", heißt es in der Begründung. Doch es geht nicht nur um die Senioren: "Die Mitarbeiter verdienen nachhaltige berufliche Sicherheit."

Dass die Situation schwierig ist, weiß man auch bei der Caritas. Wenn überhaupt, könne man das Haus in der Stanggaß nur als Wohngruppenmodell inklusive ambulanter Pflege weiterbetreiben. Aber: Statt der bisher 60 Bewohner könnten dann nur noch 30 im Heim wohnen - eine vorübergehende Schließung sei auch dann nicht zu vermeiden. Klar sei nur, dass die jetzige stationäre Einrichtung nicht mehr tragbar ist. Ob sich die Verantwortlichen mit einem "dicken Paket" an Überschriften vom Gegenteil überzeugen lassen werden?

xe

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