Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Sozialraumanalyse zeigt Bedarf auf

700 neue Wohnungen für Bischofwiesen?

Wohnsiedlung Bischofswiesen Strub
+
Der Wohnraumbedarf in Bischofswiesen ist immens: Hunderte neue Wohnungen müssen im Ort gebaut werden, wenn die Wirtschaftskraft erhalten werden will. Auf dem Bild: Eine Wohnsiedlung im Ortsteil Strub.

Bischofswiesen – Der Wohnraumbedarf der Gemeinde Bischofswiesen ist deutlich größer als gedacht. Das hat eine Untersuchung der Firma Demosplan ergeben, die bereits die Sozialraumanalyse des Berchtesgadener Landes erstellt hatte. In den kommenden 15 Jahren werden im Ort 700 neue Wohnungen benötigt. 

In den nächsten Jahren sollen allein in Bischofswiesen etwa 1500 Arbeitnehmer aus der sogenannten Babyboomer-Generation in Ruhestand gehen. Zum Erhalt der Leistungsfähigkeit der örtlichen Wirtschaft müssten die in Rente gehenden Arbeitnehmer, die größtenteils weiterhin in Bischofswiesen wohnen bleiben, ersetzt werden. Für einen längeren Übergangszeitraum rechnet man in Bischofswiesen mit einem zusätzlichen Bedarf an Wohnungen, um Ruheständlern und neuen Arbeitskräften parallel ein Dach über dem Kopf bieten zu können.

Laut der Analyse kann dies nur gelingen, wenn weiterer Wohnraum entsteht, um den Arbeitskräftebedarf zu decken, der nur durch Zuzug von außerhalb möglich ist. Dr. Herbert Tekles von Demosplan hat der Gemeinde vorgerechnet, dass in den nächsten fünf Jahren 260 neue Wohnungen entstehen müssten. Für den Zeitraum von 15 Jahren liegt der Bedarf bei rund 700 Wohnungen. 

“Wenn es nicht gelingt, die Wirtschaftskraft der Gemeinde zu erhalten, ist damit zu rechnen, dass eine Abwärtsspirale aus sinkender Wirtschaftskraft, sinkenden Einkommen und sinkender Nachfrage zu einer deutlichen Reduzierung der Angebote führen wird”, teilt die Gemeinde im aktuellen Gemeindeblatt mit. Die negativen Auswirkungen einer Abwärtsspirale, verbunden mit geschlossenen Arztpraxen und Apotheken, einer Zunahme sozialer Ungleichheit und einer Reduzierung des öffentlichen Personennahverkehrs seien bereits in Mitteldeutschland zu beobachten, heißt es weiter. In der Verwaltung von Bischofswiesen geht man davon aus, dass die “Schaffung von adäquatem Wohnraum die Gemeinde in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen” wird.

kp

Kommentare