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Steigende Energiekosten auch für Skigebiete

Bischofswiesen und Ramsau hoffen auf Naturschnee

Schneekanonen erfordern teure Energie. Am Götschen hofft man in dieser Saison auf viel Naturschnee.
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Schneekanonen erfordern teure Energie. Am Götschen hofft man in dieser Saison auf viel Naturschnee.

Obwohl die Kosten drücken, sieht man sich im DSV-Trainingszentrum Götschen und am Hochschwarzeck gewappnet für den Winter.

Bischofswiesen/Ramsau – Gut aufgestellt für den Winter sieht sich das auf Naturschnee setzende Skigebiet Hochschwarzeck im Bergsteigerdorf Ramsau. „Ich bin für diese Saison relativ entspannt“, sagt Geschäftsführer Christian Riehl. Ganz spurlos gehen die steigenden Energiekosten an den Ramsauern aber nicht vorbei. Im Skizentrum Götschen, Trainingszentrum des Deutschen Ski- und Snowboardverbands, läuft Ende des Jahres der Stromvertrag aus.

„Wir kommen noch in den Genuss, die alten Stromtarife bis 2023 zu nutzen“, sagt Christian Riehl vom Hochschwarzeck. Das Familienskigebiet mit zwei Schleppliften, einer Sessel- und einer Naturschneerodelbahn gilt als das preiswerteste Skigebiet. Geschäftsführer Riehl sagt aber: „Für 26 Euro wird es keinen Tagesskipass mehr geben.“

Auch wenn man auf Kunstschnee verzichte und demnach dafür keine Stromkosten anfallen, seien die Dieselkosten für die Pistenraupen zur Präparierung des Schnees „aus dem Ruder gelaufen“. Riehl wolle den Energiemarkt erst einmal „sondieren“, ist aber der Ansicht: „Ich sehe für uns kleine Skigebiete auch in Zukunft eine Chance.“ Kopfzerbrechen bereitet ihm die Personalsituation. „Ich finde kaum einen, der saisonal flexibel ist.“

Angewiesen auf Kunstschnee

Als „unsicher“ schätzt die Situation Franz Moderegger vom Skizentrum Götschen ein. Momentan stecken die Mitarbeiter in der Vorbereitung der anstehenden Skisaison. Für den Einsatz der Beschneiungsanlagen werden derzeit die Voraussetzungen geschaffen. Am Götschen sind die Verantwortlichen auf Maschinenschnee angewiesen. Franz Moderegger sagt: „Ich hoffe auf so viel Naturschnee wie möglich.

Mit einem Sessellift und drei Schleppliften inklusive Übungslift liegt das Skigebiet auf 1300 Metern relativ weit unten. Ohne Kunstschnee geht es nicht. „Damit garantieren wir Schneesicherheit“, sagt Moderegger. Bis Ende des Jahres seien die Stromkosten unter Dach und Fach und daher kalkulierbar. „Wir bereiten uns auf eine normale Skisaison vor“, heißt es zuversichtlich. Ende dieses Jahres läuft aber der Stromvertrag aus. 

Lieber mal eine Zeitkarte, dafür öfter

Eine Preiserhöhung für diese Saison sei bereits beschlossen, „zehn bis elf Prozent“. Festgelegt ist das noch nicht endgültig. Franz Moderegger weiß aber auch, dass sich die Kosten im Rahmen halten müssen. „Wir sehen ja, dass das Leben der Menschen teurer wird und die Lebenshaltungskosten steigen.“

In einigen österreichischen Skigebieten sollen Tageskarten künftig die 70-Euro-Grenze knacken. Dagegen sei der Götschen als kleines Skigebiet preiswert. „Vielleicht ist das auch unser Vorteil: Ich habe die Hoffnung, dass die Leute zum Skifahren in der Region bleiben werden“, so Moderegger. Er erkennt zudem die Tendenz, in welche Richtung sich das Verhalten von Skifahrern entwickeln wird: Lieber mal eine Zeitkarte, dafür öfter. 

Den Optimismus hat Moderegger nicht verloren. Nun gilt: abwarten: „Wir werden sehen, in welche Richtung es mit den Energiekosten geht.“ Das Wichtigste sei erstmal, in eine „vernünftige, bezahlbare Skisaison“ zu starten. 

kp 

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