Zuerst Belastung, dann Entlastung

Neue Kreisverkehre in Bischofswiesen und Ramsau im Bau

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In Bischofswiesen werden bereits die Flächen asphaltiert, die für die zweispurige Umleitung um die Baustelle benötigt werden.
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Bischofswiesen/Ramsau - Seit zwei beziehungsweise einer Woche wird in Bischofswiesen und Ramsau gebaut. Noch sind die Ausmaße nicht ersichtlich, aber bis Herbst soll in den beiden Gemeinden gearbeitet werden.

Bei der Baustelle in Bischofswiesen handelt es sich um den sensiblen Knotenpunkt bei der Einfahrt in die Stanggaß. "Hier fahren täglich zwischen 10.000 und 12.000 Autos allein auf der B20, die St2097 nutzen zwischen 7.000 und 8.000 Fahrzeuge", erklärt Martin Bambach, Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt Traunstein bei einem Ortstermin. "Dieser Knotenpunkt ist seit Jahren unfallauffällig, in den Jahren 2012 bis 2014 sogar Unfallhäufungspunkt."

Ein Grund für das Staatliche Bauamt Traunstein tätig zu werden, um die Situation zu entschärfen. Den nötigen Grunderwerb zu tätigen, sich mit Gemeinde und Anwohner abzustimmen, zu planen, auszuschreiben und jetzt endlich umzusetzen hat zwei Jahre gedauert. Musste die Baustelle noch aufgrund der Bauarbeiten am Eisenrichter Berg verschoben werden, kann jetzt jeder sehen, dass es ernst wird.

Verkehr nach Möglichkeit zweispurig an Baustelle vorbeiführen

Genauestens geplant wurde der neuen Kreisverkehr in Bischofswiesen. Jetzt wird der Plan umgesetzt.

Zwei Millionen Euro investieren die Bundesrepublik und der Freistaat in das Projekt. Nur einen kleinen Anteil trägt die Gemeinde. "Derzeit werden die bisherigen Verkehrsinseln abgebaut, dass der Verkehr verlegt und an der Ache aufgebaut werden kann", weiß Bambach. Denn um den Kreisverkehr bauen zu könne, muss Richtung Ache mehr Platz gewonnen werden. "Nach Möglichkeit soll der Verkehr immer zweispurig an der Baustelle vorbeigeleitet werden", verspricht der Abteilungsleiter.

Zur Asphaltierung muss dann der Knotenpunkt für zwei Wochen komplett gesperrt werden. "Das reduziert die Bauzeit, erhöht die Qualität der Straße und ist sicherer", nennt Bambach die drei entscheidenden Punkte. Bis es soweit ist, wird es aber eine ganze Zeit dauern. "Wir rechnen mit einer Fertigstellung nicht vor Herbst."

Teilweise Ampelregelung notwendig

Martin Bambach und Andreas Rupp haben die Baustelle in Ramsau gemeinsam geplant.

Genauso lang wird in Ramsau gebaut. Auch dort soll der Unfallhäufungspunkt bei der Einfahrt ins Dorf Ramsau entschärft und vor allem den Rasern der Schwung genommen werden. "Wir schaffen in Ramsau jetzt die Rahmenbedingungen, damit die Durchfahrtsstraße endlich Ortsgebiet wird und somit Tempo 50 gilt", zeigt der Diplom-Ingenieur auf. Ein Kreisverkehr, zwei Linksabbiegespuren mit Querungshilfen und ein Geh- und Radweg bis zur Wimbachbrücke sollen ohne Pause bis Herbst gebaut werden.

"Hier werden wir um eine teilweise Ampelregelung nicht herumkommen", schränkt Martin Bambach ein. "Allerdings ist das Verkehrsaufkommen deutlich geringer als in Bischofswiesen." Trotzdem wird die 1,3 Kilometer lange Baustelle, die den Bund, den Freistaat und die Gemeinde insgesamt drei Millionen Euro kosten, den Verkehr einschränken. Zusammen mit der Baustelle in Bischofswiesen und den geplanten weiteren Maßnahmen am Eisenrichter Berg werden Einheimische wie Urlauber heuer auf eine harte Probe gestellt.

"Wir können es nicht ändern, wir konnten die Baumaßnahmen nicht noch einmal verschieben", gibt der Diplom-Ingenieur zu bedenken. Seit drei Jahren stünden dem Staatlichen Bauamt sämtliche Gelder zur Verfügung, die es für die Umsetzung von wichtigen Projekten brauche. Dementsprechend müsse auch gebaut und umgesetzt werden, denn "wer weiß ob wir in drei Jahren noch Gelder zur Verfügung haben".

cz

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