Einwöchige Grundausbildung in Bischofswiesen

Angehende Gebirgsjäger-Offiziere präparieren sich für ihre Zeit in der Truppe

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„Die Teilnehmer mit ihren Ausbildern am Gipfel des Hochecks.“

Bischofswiesen - Zu einer Ausbildungswoche bei den Gebirgsjägern waren angehende Gebirgsjäger-Offiziere, die derzeit ein Studium an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr in Hamburg und München absolvieren, eingeladen.

Rund 30 Offiziere und Offizieranwärter folgten der Einladung der Gebirgsjägerbrigade 23 nach Berchtesgaden und stellten sich verschiedenen alpinen Ausbildungen, um sich auf die fordernden Aufgaben als angehende militärische Führerinnen und Führer in den Bergen einzustimmen.

Wenn sie ihr Studium erfolgreich bestanden haben, stehen für die jungen Offiziere die nächsten Herausforderungen an. Vor Beginn einer verantwortungsvollen Verwendung in der Gebirgstruppe hat der Nachwuchs noch einige militärische Lehrgänge mit Prüfungen zu absolvieren.

Im Rahmen des truppengattungsspezifischen Offizierlehrgangs haben die zukünftigen Gebirgsjägeroffiziere eine Ausbildung zum Heereshochgebirgsspezialisten erfolgreich zu durchlaufen. Das ist ein Meilenstein, der ohne Erfahrung im Gebirge kaum zu bewältigen ist.

Daher hat die Gebirgsjägerbrigade 23 die studierenden Offiziere auch diesen Sommer wieder zu der einwöchigen Gebirgsausbildung in den Standort Bischofswiesen eingeladen.

Auf dem Programm standen theoretische Themen – mehr noch aber praktisches Handlungstraining. Für die Gebirgsjägerbrigade kommt es bei diesen Ausbildungsmaßnahmen darauf an, den Studierenden einen Bezug zu ihrer zukünftigen Truppengattung zu vermitteln, ihnen Ansprechpartner an die Hand zu geben und Begeisterung für das Gebirge zu wecken.

„Wir können natürlich einen Grundstock bergsteigerischer Fertigkeiten vermitteln, wollen aber, dass die jungen Offiziere Freude am Gebirge finden, um dann auch auf Grund freizeitorientierter Motivation Erfahrungen zu sammeln“, so der verantwortliche Offizier für dieses „Mentoring-Programm“ der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberstleutnant Schwegler.

Während der praktischen Ausbildung stellten sie sich verschiedenen Aufgaben im Klettergarten und im Klettersteig am Grünstein. Höhepunkt war eine Bergtour von der Wimbachbrücke bis auf das Watzmann-Hocheck. „Dass es alle 30 Teilnehmer bis auf das Hocheck geschafft haben, hätte ich nicht gedacht,“ lobte Oberleutnant Bartl – einer der betreuenden Heereshochgebirgsspezialisten – die Kameraden, „denn fast 2000 Höhenmeter im Aufstieg vom Studiersessel weg, ist keine Selbstverständlichkeit.“

Ein ordentlicher Studienabschluss hat für die angehenden Gebirgsjägeroffiziere nun weiterhin Priorität. Dennoch wissen sie jetzt ein Stück mehr, welche Anforderungen in Zukunft an sie gestellt werden. Die Gebirgsjägerbrigade 23 wird ihrerseits weiter den Kontakt pflegen und fördernde Maßnahmen anbieten.

Pressemeldung Gebirgsjägerbrigade 23

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