Nach Bad Reichenhall auch Bischofswiesen

Coronavirus: Drei Kindergartengruppen im BGL vorsorglich geschlossen

Bischofswiesen - Bereits am Montag hat die Stadt Bad Reichenhall mitgeteilt, dass sich eine Gruppe im Kindergarten Leitererweg in Quarantäne befindet. Jetzt hat es den Kindergarten Insula in Bischofswiesen ebenfalls erwischt, zwei Gruppen wurden nach Hause geschickt.

Zwei der aktuell drei neuen Corona-Fälle im Berchtesgadener Land (Stand: Mittwochnachmittag, 22.Juli) stehen im Zusammenhang mit dem Kindergarten Insula, das bestätigte das Landratsamt Berchtesgadener Land auf Nachfrage von BGLand24.de. In der täglichen Information aus der Behörde hieß es lediglich, dass "zwei infizierte Personen in engerem Kontakt mit einer Kindergarteneinrichtung im südlichen Landkreis stehen".


Die beiden betroffenen Gruppen wurden in Abstimmung mit der Kindergartenleitung vorsorglich auf Empfehlung des Gesundheitsamtes unter Quarantäne gestellt. Die Kinder sollen sich einem Coronatest unterziehen und 14 Tage zuhause bleiben. Das Gesundheitsamt hat bereits mit den Eltern der betroffenen Kinder Kontakt aufgenommen. Auf die Eltern oder Geschwister haben die Maßnahmen vorerst keine Auswirkungen.

Corona auch im Kindergarten Leitererweg in Bad Reichenhall

Auch in Bad Reichenhall wurde in Absprache mit dem Gesundheitsamt eine Gruppe des Kindergarten Leitererwegs unter Quarantäne gestellt. Dort wurde ebenfalls ein zu betreuendes Kind positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Die Stadt Bad Reichenhall verwies auf die ausreichende räumliche Trennung der Gruppen, so dass keine erhöhte Ansteckungsgefahr für die Kinder der anderen Gruppe bestand.


Ähnlich stellt es sich im Kindergarten Insula in Bischofswiesen dar. Natürlich wurde auch das Personal angewiesen, sich einem Corona-Test zu unterziehen. Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Christoph Lung betonte, dass kein Grund zur Angst bestehe und vonseiten der Stadt besonnen und umsichtig gehandelt werde, Gleiches gelte für die Kolleginnen und Kollegen im Landratsamt.

„Die derzeitige Lage erfordert ein entschlossenes und gleichzeitig umsichtiges Vorgehen. (...) Die Gesundheit der uns anvertrauten Kinder, aber auch die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dabei absolute Priorität. Auch wenn die Eltern die Sicherstellung der Betreuung – sicherlich auch zu Recht – hoch gewichten, so können und wollen wir doch in der Abwägung der widerstreitenden Interessen kein besonderes Risiko eingehen.“

Keine Schule mehr im Sonderpädagogische Förderzentrum St. Zeno Bad Reichenhall

Lung verweist in diesem Zusammenhang auch auf die kurzfristige Rückkehr zur Notbetreuung im Kindergarten Zenostraße. Die Krankmeldung von mehreren Beschäftigten hatten diese Maßnahme von Donnerstag (16. Juli) bis Montag (20. Juli) nötig werden lassen. Außerdem schloss am Montag das Sonderpädagogische Förderzentrum St. Zeno Bad Reichenhall vorsorglich die Schule. Ein Corona-Fall war zu jenem Zeitpunkt bestätigt, zwei in Abklärung.

Aktuell (Stand: Mittwochnachmittag, 22.Juli) befinden sich im Berchtesgadener Land 21 SARS-CoV-2-Infizierte in medizinischer Behandlung. 345 SARS-CoV-2-Fällen sind registriert, 299 Personen sind bereits wieder genesen. Bei allen positiv getesteten Corona-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen, wie zum Beispiel eine häusliche Quarantäne, ein. Aktuell befinden sich 84 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne (19 mehr im Vergleich zur letzten Meldung). Insgesamt 906 unmittelbare Kontaktpersonen sind nunmehr seit März wieder aus der Quarantäne entlassen worden (6 mehr im Vergleich zu gestern).

cz

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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