Weitere zehn Einsätze während der vergangenen Tage im Berchtesgadener Land

Vermisste, Verletzte und Erschöpfte von der Bergwacht gerettet

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Bischofswiesen – Einsatzkräfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing haben am Tag der Deutschen Einheit einen am Bein verletzten 44-Jährigen aus Hessen mit der Gebirgstrage über eine Differenz von rund 300 Höhenmeter von Weg zur Steinernen Agnes im südöstlichen Lattengebirge gerettet.

Pressemeldung im Wortlaut:

Der Mann hatte sich im Abstieg verletzt. Als gegen 15.20 Uhr der Notruf eingegangen war, fuhr die Bergwacht über das Bichllehen und den anschließenden Ziehweg bis auf 860 Meter so weit wie möglich an, stieg dann mit umfangreicher Ausrüstung zu Fuß auf und fand die Einsatzstelle in 1.140 Metern Höhe. Die Ehrenamtlichen versorgten den Mann und transportierten ihn stellenweise seilgesichert über den vom Regen rutschigen und steilen Steig fast 300 Höhenmeter in der Rad-Gebirgstrage talwärts und dann weiter mit dem All-Terrain-Vehicle (ATV) bis zum Bichllehen. Eine Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes übernahm den Verletzten und brachte ihn in die Kreisklinik Bad Reichenhall. 14 Bergretter waren bis 18.30 Uhr im Einsatz.

Darüber hinaus waren die Bergwachten während der vergangenen Tage bei weiteren zehn Einsätzen gefordert: Am Freitagabend (27. September) gegen 17 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden wegen einer Knieverletzung zum Jenner Krautkaser ausrücken. Am Samstagnachmittag (28. September) holte die Besatzung von „Christoph 14“ einen erschöpften und einen verletzten Wanderer von der Wasseralm in der Röth, flog den Verletzten zum Klinikum Traunstein und brachte dazwischen die Verletzte vom Bahn-Unfall in Bischofswiesen zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Am Sonntagnachmittag gegen 15.20 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden wegen einer am Hammerstiel-Wanderweg gestürzten Frau ausrücken.

Am Montagnachmittag (30. September) gegen 13.30 Uhr waren die Bergwacht Ramsau und der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes am Soleleitungsweg zwischen Zipfhäusl und Wagenhüttweg im Einsatz, da eine 74-jährige Urlauberin aus Mecklenburg-Vorpommern sich bei einem Sturz schwer am Bein verletzt hatte. Die Retter versorgten die Frau mit der Berchtesgadener Notärztin und brachten sie dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Gegen 15.45 Uhr begann die Reichenhaller Bergwacht zusammen mit den Bereitschaften Teisendorf-Anger und Freilassing, der Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergwacht-Chiemgau und dem Team des Technikbusses mit der Drohne die Suche nach einem vermissten Urlauber aus Nordrhein-Westfalen, der sich von einer Untersberg-Überschreitung von Hallthurm zum Stöhrhaus nicht zurückgemeldet hatte. Der Mann tauchte dann unversehrt am Stöhrhaus wieder auf, hatte aber offenbar nach dem Aufstieg über den Almsteig eine Nacht im Freien biwakiert und niemandem Bescheid gegeben. Gegen 16.45 Uhr musste „Christoph 14“ wieder einen Patienten von der Wasseralm in der Röth ausfliegen.

Am Dienstag (1. Oktober) gegen 11 Uhr wurde ein Bergsteiger im Wimbachgries als vermisst gemeldet; Polizei und Bergwacht klärten die Situation ab und machten sich auf die Suche – der Vermisste tauchte dann aber in Maria Alm auf der anderen Seite des Steinernen Meers wieder auf. Gegen 12.40 Uhr rückten die BRK-Wasserwacht und die Bergwacht Berchtesgaden mit demRettungsboot ans Königssee-Ufer am Malerwinklweg aus, wo eine 79-jährige Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen über einen Stein gestolpert und gestürzt war. Die vier Ehrenamtlichen versorgten die Verletzte, brachten sie mit dem Boot zur Ladestation, wo sie die Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes übernahm und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall brachte. Gegen 15.45 Uhr musste die Bergwacht Berchtesgaden dann noch zum Jenner-Krautkaser ausrücken, wo ein Mann mit Kreislaufproblemen Hilfe brauchte.

Pressemeldung des BRK BGL

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