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Keine Einbahnregelung bei Baustelle in Bischofswiesen?

"Wir versuchen die Ampel zu halten"

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Die Bauarbeiten am Eisenrichterberg in Bischofswiesen kommen gut voran. Nach einem Hangrutsch muss dort die Straße dauerhaft abgestütz werden.

Bischofswiesen - Spätestens zu Beginn jeder neuen Woche wird im Berchtesgadener Talkessel gerätselt, ob das Nadelöhr in Bischofswiesen noch beidseitig befahren werden kann, oder ob die Einbahnregelung in Kraft tritt. Der Leiter des Staatlichen Bauamtes, Christian Rehm, lässt die Autofahrer jetzt hoffen.

"Wir versuchen die Ampel zu halten", erklärte Rehm im Gespräch mit BGLand24. Durch den Hangabrutsch hätte man keine Vorlaufzeit für die Planungen der Bauarbeiten gehabt und somit im Vorfeld die Einbahnregelung ins Spiel gebracht.

Noch kann die Ampelregelung bleiben.

Die Einbahnregelung würde bedeuten, dass Autofahrer, die aus Bayerisch Gmain in Richtung Bischofswiesen unterwegs wären, normal auf der B20 an der Baustelle vorbeifahren könnten. Wer aber von Bischofswiesen Richtung Bayerisch Gmain fahren würde, müsste den Umweg über Ramsau und das Wachterl nehmen oder über Marktschellenberg und die Salzburger Autobahn fahren. Für viele Bewohner würde das auf dem Weg in die Arbeit einen großen Umweg bedeuten.

Umso größer ist derzeit das Aufatmen, vor allem auch bei den Bürgermeistern im inneren Landkreis, dass es vielleicht gar keine Einbahnregelung geben wird, "Wenn es mit der Ampel läuft, sind wir zufrieden", sagte Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber gegenüber BGLand24. Auch sein Kollege aus Berchtesgaden, Franz Rasp, ist mit der bestehenden Ampelregelung happy: "Ich gehe immer noch davon aus, dass eine Einbahnregelung beim derzeitigen Bauabschnitt nicht nötig sein wird."

"Sollte es nötig sein, wird die Einbahnregelung rechtzeitig angekündigt."

Das bestätigt der Leiter des Staatlichen Bauamtes nur vorsichtig: "Wir sind mittlerweile so organisiert, dass wir die Ampel noch halten können. Sollte eine Anfahrt von größeren Baufahrzeugen eine längere Sperre von 15 bis 20 Minuten mit sich bringen, könnte sich der Stau über den Tag nicht mehr auflösen. Für solche Tage behalten wir uns eine Einbahnregelung vor. Diese wird dann aber eine Woche vorher angekündigt." Nicht nur über die Medien würde eine mögliche Einbahnregelung verbreitet, sondern auch mit Tafeln an der Baustelle direkt.

Derzeit wird beim ersten Bauabschnitt auf 60 Metern die Stützwände für die Straße hochgezogen. Insgesamt müssen nach dem Hangrutsch 500 Meter Straße saniert und dauerhaft gestützt werden. Deshalb wird auch immer wieder von mehreren Jahren Bauzeit gesprochen, allerdings nicht durchgehend. "Im 1. Halbjahr kommendes Jahr werden wir am Eisenrichter Berg sicher nicht bauen", bestätigte Christian Rehm gegenüber BGLand24. "Wir planen einen Kreisverkehr in der Ramsau und einen in Bischofswiesen bei der Einfahrt in die Stanggaß, das sind Baustellen genug auf einer Strecke."

Tunnelplanung nicht weiterverfolgt

Im 2. Halbjahr 2019 soll es dann am Eisenrichter Berg weiter gehen. Davor werden sich aber die fünf Bürgermeister aus Bischofswiesen, Berchtesgaden, Ramsau, Marktschellenberg und Schönau am Königssee noch einmal mit Bauamtsleiter Rehm und Vertretern der Regierung zusammen setzen und resümieren, wie der erste Bauabschnitt verlaufen ist und was man gegebenenfalls ändern kann.

Einer möglichen Tunnellösung oder einer Umleitung über den Maximiliansreitweg, den die FDP ins Spiel gebracht hatte, erteilte Rehm eine klare Absage: "Ein Tunnel hätte eine viel zu lange Planungszeit. Wir brauchen jetzt eine Lösung, nicht in zehn Jahren." Der Maximiliansreitweg sei als Wirtschaftsweg gebaut, es gebe einen unbeschrankten Bahnübergang und die dort erschlossenen Häuser sei eine Belastung durch einen Bundesstraßenverkehr auch nicht zuzumuten, so der Bauamtsleiter weiter.

Demnach bleibt es bis auf weiteres so, wie es jetzt ist. Mögliche Änderungen werden rechtzeitig bekanntgegeben, auch auf BGLand24.

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