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Großeinsatz und Evakuierung am Montagabend

“Ich hoffe nicht, dass es knallen wird”: 250-Kilo-Bombe hält Bischofswiesen in Atem

250-Kilo-Bombe hält Bischofswiesen in Atem
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Während die Kampfmittelräumer arbeiten, warten die Helfer bei der Einsatzleitung.

In Bischofswiesen ist am Montagnachmittag bei Bauarbeiten am Maximiliansreitweg eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Hektik unter den 80 Einsatzkräften, es bleibt nur wenig Zeit zur Evakuierung. Hausbewohner müssen ihre Wohnungen verlassen und sich in Sicherheit begeben.

Bischofswiesen - Dort, wo die Mure vom Berg herabschwappte, ein zwölf Hektar großes landwirtschaftlich genutztes Feld zerstörte, ist derzeit Baustelle: Hangsicherungsmaßnahmen finden statt.

Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg

“Wir wissen, dass in diesem Bereich während des Krieges Bomben geworfen wurden”, sagt Rupert Walch, Bischofswiesens Geschäftsleiter. Die Gemeinde hatte Untersuchungen des Geländes beauftragt: Am Montagnachmittag wurden die Experten nun fündig. Eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe mit chemischem Zeitzünder ist das Resultat der Suchmaßnahmen entlang des Maximilianreitweges, einem beliebten Wanderweg durch Bischofswiesen: auf der einen Seite Wald und Berg, auf der anderen Wiesen und freie Sicht auf das Berchtesgadener Bergpanorama.

Bombe mit Sprengkraft

Kurz nach Bekanntwerden riegelt die Polizei das Gelände ab, der Wanderweg darf nicht mehr begangen werden: “Wir können niemanden weiterlassen”, sagt ein Beamter, dessen Polizeifahrzeug den Spazierweg blockiert. Zwei Spaziergänger vermuten: “Die haben was gefunden.”

Unweit des landwirtschaftlichen Anwesens, wo vor zwei Monaten die Mure runterging, analysieren Kampfmittelräumer das im Boden vergrabene Fundstück. Polizei, Bayerisches Rotes Kreuz, Feuerwehreinsatzkräfte sind auf dem Gelände. An allen Zuwegungen postieren Helfer, um niemanden in das Gebiet zu lassen. Schnell ist klar: Es ist eine Bombe mit Sprengkraft.

Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 27. September 2021

Fotos: Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021
Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021 © kp
Fotos: Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021
Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021 © kp
Fotos: Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021
Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021 © kp
Fotos: Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021
Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021 © kp
Fotos: Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021
Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021 © kp
Fotos: Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021
Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021 © kp
Fotos: Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021
Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021 © kp
Fotos: Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021
Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021 © kp
Fotos: Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021
Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021 © kp
Fotos: Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021
Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021 © kp
Fotos: Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021
Evakuierung in Bischofswiesen nach Fund von Fliegerbombe am 26. September 2021 © kp

Bereich um Bombe muss evakuiert werden

“Wir werden evakuieren müssen”, sagt ein Feuerwehrmann aus Bischofswiesen. Die gesamte Fläche rund um die Fundstelle muss geräumt werden, alle Bewohner sollen die Häuser verlassen, solange das Sprengkommando mit der Entschärfung beschäftigt ist.

Einen Kilometer von der Bombe entfernt haben Polizei und Einsatzkräfte die Leitstelle auf einem Parkplatz eines Autohauses an der Aschauerweiherstraße errichtet. Zum ersten Mal in Gebrauch: der Einsatzleitwagen des BRK. Im Inneren sitzen Mitarbeiter vor Monitoren, für eine Stippvisite haben sie keine Zeit. Draußen steht Polizeichef Willi Handke, unterhält sich mit Kreisbrandinspektor Anton Brandner und Feuerwehr-Einsatzleiter Georg Grassl. Immer wieder ertönt der Funk. Auf zwei weißen Tafeln prangen Karten, die das Einsatzgebiet zeigen.

“Ich hoffe nicht, dass es knallen wird”

Polizeichef Handke sagt: “Wir haben nicht länger als zehn Minuten.” Zehn Minuten Zeit also zum Evakuieren des gesamten Bereichs. “Es muss jetzt schnell gehen.” Ein paar Einsatzkräfte eilen zu einem Fahrzeug, fahren die Aschauerweiherstraße hinauf. Der Lautsprecher ertönt: “Achtung, hier spricht die Feuerwehr. Verlassen Sie das Gebäude und begeben Sie sich zur Gaststätte Brennerbräu.” Der Polizeichef sagt, die Bombe müsse in einer gewissen Zeit entschärft werden, der Sicherheit wegen. “Ich hoffe nicht, dass es knallen wird.”

Die Einsatzleitung fordert einen weiteren Notarzt an - Bombenentschärfen ist Arbeit unter Höchstgefahr. 61 Personen werden in Sicherheit gebracht, 100 weitere werden informiert, müssen ihre Häuser aber nicht verlassen. Das Gebiet ist dünn besiedelt, der Radius der Evakuierung: 500 Meter rund um das Explosivmaterial. Später korrigiert die Einsatzleitung auf 300 Meter nach unten. Mittlerweile ist es dunkel geworden. Die Bewohner fahren mit ihren Autos den Berg hinab, raus aus dem gesperrten Bereich.

Dann beginnt das Warten. Die Feuerwehreinsatzkräfte in und neben ihren Fahrzeugen, Willi Handke tauscht sich mit dem Einsatzleiter aus. Im Leitwagen der Feuerwehr markiert ein Mitarbeiter auf einer Satellitenkarte den Fundort samt Evakuierungsumfeld.

Einsatz erfolgreich - Bombe entschärft

“Wir lassen die Bombenentschärfer erst mal arbeiten”, sagt Polizeihauptkommissar Willi Handke dann. Die Einsatzleitung stehe in engem Kontakt mit dem Kampfmittelräumern, heißt es. Es vergeht eine Dreiviertelstunde, in der der Informationsfluss nur dünn ist.

Dann ein Funkspruch: Die Sprengung der Zünder erfolge in Kürze, heißt es. Fünf Minuten später, es ist mittlerweile 20.37 Uhr, die Nachricht: “Einsatz erfolgreich.” Die Bombe birgt keine Gefahr mehr, wird abtransportiert. Erleichterung unter den Anwesenden. Die Feuerwehr macht sich wieder auf, der Lautsprecher ertönt: “Es besteht keine Gefahr mehr.

kp

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