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Polizei steht in Bischofswiesen vor Rätsel

Frau aus Kreis Traunstein stürzt am Vorderen Rotofen 80 Meter in den Tod - Ehemann muss zusehen

Für die 50-jährige Frau aus dem Landkreis Traunstein kam jede Hilfe zu spät.
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Für die 50-jährige Frau aus dem Landkreis Traunstein kam jede Hilfe zu spät.

Tragischer Zwischenfall an Fronleichnam: Am Morgen des 3.Juni war um kurz nach 8.30 Uhr eine 50-jährige Frau beim Klettern über die Berchtesgadener Rinne am Vorderen Rotofen (umgangssprachlich auch die Nase der Schlafenden Hexe genannt) im östlichen Lattengebirge tödlich abgestürzt.

Bischofswiesener Forst - Die Bergsteigerin aus dem Landkreis Traunstein war mit ihrem 58-jährigen Mann und einem 59-jährigen einheimischen Begleiter auf dem Weg nach oben, als einer der beiden voraussteigenden, gesicherten Männer offenbar ins Seil stürzte. Wie das Bayerische Rote Kreuz Kreisverband Berchtesgadener Land berichtet, stürzte die unterhalb in der kurzen Querung am oberen Ende des Kamins wartende Frau kurz darauf ebenfalls in die Tiefe. Sie war ungesichert und fiel so geschätzte 80 Höhenmeter über die Nordseite bis zum Wandfuß in der Rotofenscharte in den Tod.

Absturzursache unklar

Wie es dazu kommen konnte, ist derzeit noch völlig unklar. Die Ermittlungen der Polizei dauern diesbezüglich an. Vielleicht hatte sich die Frau erschreckt. Der ins Seil gestürzte Mann zog sich Prellungen zu. Der für die Sicherung zuständige Mann erlitt durch die Seilreibung eine Verletzung an der Hand.

Als der Notruf der beiden Männer einging, schickte die Leitstelle Traunstein sofort die Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger, den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ und den Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ los. Der Rettungshubschrauber „Christoph 14“ setzte eine Notärztin mit der Winde bei der Abgestürzten ab, wobei die Ärztin aber leider nichts mehr für die Frau tun und nur noch den Tod feststellen konnte.

Beide Männer unter Schock und im Krankenhaus

„Christophorus 6“ rückte daraufhin wieder ab und „Christoph 14“ setzte mit der Winde weitere Bergretter bei den beiden Männern in der Querung oberhalb des Kamins und am Wandfuß ab und holte die Notärztin wieder ab. Die Einsatzkräfte nahmen die beiden Männer mit der Winde auf und flogen sie zum Bognerlehnen am Eisenrichterberg aus. Dort nahm eine Rettungswagenbesatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes die Männer auf und brachte sie in die Kreisklinik Bad Reichenhall . Der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht kümmerte sich mit zwei Krisenberatern ebenfalls um die beiden Männer.

Die nachgeforderte Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 6“ flog einen Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) zur Unfallstelle, der den tödlichen Bergunfall aufnahm und dann die Verstorbene mit der Winde ins Tal brachte. Die Bergwacht war mit 15 Einsatzkräften gute vier Stunden lang gefordert.

mz/Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Berchtesgadener Land

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