Gegenstimmen von UBB-Gemeinderäten

Ablehnung des geplanten Hackschnitzelkraftwerks in Bischofswiesen

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Dem Energienutzungsplan für Bischofswiesen hat der Gemeinderat zugestimmt, auf Ablehnung bei zwei Gemeinderäten stößt das geplante Hackschnitzelkraftwerk hier in Winkl.

Bischofswiesen– Der Bischofswieser Gemeinderat hat dem Energienutzungsplan für die Gemeinde zugestimmt. Dennoch gibt es Gegenwind. Auf Ablehnung stößt bei der Partei UBB das geplante Hackschnitzel-Kraftwerk.

Die beiden Gemeinderäte, die sich gegen den Energienutzungsplan aussprachen, befürchten, dass künftig alle Maßnahmen, die im Energienutzungsplan enthalten sind, ohne Absprache umgesetzt werden könnten. Allerdings plant die Gemeinde, jede Maßnahme einzeln abzustimmen. Der Energienutzungsplan soll unter anderem positiven Einfluss auf den Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung für die Gemeinde haben, heißt es aus dem Landratsamt. Und auch wenn die UBB-Politiker, unter anderem Paul Grafwallner, den Energienutzungsplan samt einiger Maßnahmen, wie etwa der geplanten Photovoltaikanlage für das Aschauerweiherbad, grundsätzlich begrüßen, geht es ihnen zu weit, einem Pauschalbeschluss zuzustimmen. 

Aktuell ist jeder Bischofswieser Bürger für 4,2 Tonnen Treibhausgase verantwortlich. Mit dem Energienutzungsplan soll dieser Wert fast halbiert werden, auf dann nur noch 2,3 Tonnen pro Jahr. So ist etwa auch das geplante Hackschnitzel-Heizkraftwerk in Bischofswiesen/Winkl Teil des Energienutzungsplans. Die UBB-Politiker positionieren sich aber gegen die Realisierung im Landschaftsschutzgebiet und FHH-Gebiet beim Steinbruch Greinswiesen. Weitere geplante Maßnahmen sind etwa die Erneuerung der Energieversorgung im Kindergarten Winkl, die Optimierung einer Wasserkraftanlage sowie die Umrüstung der gemeindeeigenen Straßenbeleuchtung auf LED. Der Gemeinderat stimmte mit zwei Gegenstimmen für den Energienutzungsplan.

Kilian Pfeiffer

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