BGLand24-Schwimmbadtest: Aschauerweiher

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Bischofswiesen - Es darf wieder geplanscht und sich gesonnt werden: Wir testen fünf Freibäder im Landkreis - welches schneidet am besten ab? Heute: Das Naturbad Aschauerweiher.

Im Winter werden hier die Langlaufski geschwungen, im Sommer folgt dann der Sprung ins Wasser. Schon seit 1880 besteht am Aschauerweiher ein Bad. Nach dem Umbau ist es nun das größte Naturbad Deutschlands.

Was wird geboten?

Gleich vorneweg: Der Aschauerweiher ist ein Naturbad. Das heißt: Beheizt ist hier nichts. Man muss sich also ganz auf die Kraft der Sonne verlassen, um die Wassertemperaturen zum Steigen zu bringen. Andererseits werden keine Chemikalien zugesetzt. Die Wasserqualität wird ganz durch die Selbstreinigungsmechanismen natürlicher Gewässer erreicht. Schritt für Schritt wurde umgebaut. Heute hat man es mit einer gelungenen Mischung Mischung aus Weiher und Schwimmbad zu tun. Auf der einen Seite wächst Schilf und schwimmen Seerosen, man genießt einen flachen Einstieg, wie bei einem See - am anderen Ende schließt das Becken mit einer Mauerung, wie man es von anderen Schwimmbädern auch gewohnt ist.

Fotos: Naturbad Aschauerweiher in Bischofswiesen im Schwimmbadtest

2003 wurde zuletzt saniert. Der seichtere Teich ist vor allem für Kinder und alle die perfekt, die im Wasser lieber stehen, als schwimmen wollen. Der Weiher wurde schön gestaltet: Eine Hängebrücke führt zu einer steinernen Insel aus der eine Fontäne schießt, es gibt einen kleinen Sprungfelsen und eine kurze Rutsche. Wer will kann direkt in den gemauerten Schwimmerbereich hinübertauchen und seine Bahnen ziehen. Direkt am Wasser gibt es große Holzliegeflächen.

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Überhaupt macht das Bad einen modernen und sehr gepflegten Eindruck. Die Sanitäranlagen sind top in Schuss, rund ums Wasser kommt dank der vielen Blumen und Büsche Gartenatmosphäre auf. Zwischen den großen Liegeflächen findet man auch einen Beachvolleyballplatz. Ein Manko: Große, schattenspendende Bäume gibt's am Aschauerweiher nicht viele. Dafür könnte man sich theoretisch auch in das angrenzende Waldstück legen - im Bischofswieser Bad herrscht Natur pur.

Die Preise

An der Kasse wird's aber ziemlich teuer: Einheimische zahlen zwar akzeptable 4,30 Euro, alle anderen aber 5,40 Euro. Für Kinder werden 3 Euro fällig. Ab 16.30 Uhr wird's billiger, dann zahlen alle nur noch 3 Euro. Ein ähnlich hohes Niveau herrscht auch bei den Saisonkarten: 86 Euro für Erwachsene, 60 Euro für Kinder, stolze 172 Euro für Familien. Die "Dauerkarte" rentiert sich erst ab dem 21. Eintritt. 

Verhältnismäßig günstiger wird's auch am Kiosk nicht. 2,50 Euro für ein Wasser sind "spitze", genauso wie 2,90 Euro fürs Limo oder 3,10 Euro für Wein und Bier. Auch Kaffee (2,70 Euro), Eiskaffee (4,50), Pommes (3,20), Currywurst (6,90) oder Schnitzel (8,50) sind im vergleich zu anderen Bädern teuer.

Das Fazit

Der Aschauerweiher ist ohne Frage ein idyllisches, schönes Bad - und in dieser Form wirklich eine Besonderheit. In zweierlei Hinsicht muss man aber die Zähne zusammenbeißen: Einerseits sind die Preise hoch, andererseits sind die Wassertemperaturen für manche sicherlich etwas zu viel an Erfrischung. Während man im Frühjahr in einem beheizten Freibad schon unbeschwert planschen kann, musste man sich Ende Mai am Aschauerweiher noch mit 16 Grad Wassertemperatur zufrieden geben. Natürlich, auch das bringt "der Weiher" mit sich, aber für Kinder und Jugendliche ist in Bischofswiesen nicht all zu viel geboten. Trotzdem sieben von zehn Punkte für das Naturbad Aschauerweiher.

Öffnungszeiten: 8.30 bis 19.30 Uhr, bei Schlechtwetter von 8.30 bis 11 Uhr. Die Badesaison endet etwa Mitte September.

Adresse: Naturbad Aschauerweiher, Aschauerweiherstraße 85, 83483 Bischofswiesen. Telefon: 08652/3366.

Am Freitag im Schwimmbadtest: Das wahrscheinlich größte Bad im Landkreis

xe

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