Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Altkofer: "ziemliches Packerl an Belastungen"

+
Toni Altkofer macht die Dimension eines Schrotthaufens an der Bahnlinie Berchtesgaden - Bad Reichenhall deutlich.

Bischofswiesen - 95 Prozent der Bahnlinie im inneren Landkreis Berchtesgadener Land liegen auf Bischofswieser Gemeindegrund. Da bleibt Ärger nicht aus.

Neuester Stein des Anstoßes sind abgebaute Oberleitungsmasten, die, seit sie im November vergangenen Jahres ausgetauscht wurden, direkt neben der Bahnlinie gelagert werden. "Für einen Fremdenverkehrsort wie Bischofswiesen stellt dies eine nur schwer tolerierbare Beeinträchtigung des Ortsbildes dar", kritisiert Bürgermeister Toni Altkofer in einem Schreiben an die Deutsche Bahn. Außerdem würden Kinder durch die aufgehäuften alten Masten zum Spielen in unmittelbarer Bahnnähe verleitet, das dadurch entstehende Gefahrenpotential sei offensichtlich.

Schienenersatzverkehr zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden

Bisher äußerte sich die Deutsche Bahn als Netzbetreiber nicht zu diesem Fall. Altkofer will das Schreiben deshalb auch an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer weiterleiten.

Wer sichert die Tristramschlucht vor Steinschlägen?

Ein anderer Fall beschäftigt die Gemeinde und die Bahn seit Jahren. Jetzt soll ein Gericht entscheiden.

"Es geht um den Wanderweg in der Tristramschlucht", erklärt der Bürgermeister BGLand24. "Er wird durch Steinschlag gefährdet." Für den Schutz davor sei die Deutsche Bahn verantwortlich, die aber lediglich ihre Gleise schütze. "Für den Wanderweg seien wir selbst zuständig, meint das Unternehmen."

Die Bahn hat die Gleise in der Tristramschlucht mit einer Mauer gesichert. Der Weg daneben ist ungeschützt.

Der Gemeinde liegt allerdings ein Gutachten des Gemeindetages vor. Daraus sei die Zuständigkeit der Bahn klar erkennbar, so Altkofer. "Im Mai 2010 haben wir dem Unternehmen einen Bescheid geschickt, in dem die nötigen Massnahmen einzeln aufgeführt sind. Daraufhin hat die Bahn ein Gerichtsverfahren angestrebt."

Die Hütte muss weg - fordert Bürgermeister Toni Altkofer.

So lange in diesem Fall keine Entscheidung für Klarheit sorgt, muss die Gemeinde aus versicherungstechnischen Gründen den Wanderweg in der Tristramschlucht teilweise sperren.

Das Kreuz mit den Bahnhöfen

Gesperrt ist der Bahnhof Winkl/Sellboden seit Jahrzehnten. Trotzdem steht dort immer noch ein Wartehäuschen. Der Aufforderung, ein Schild 'Plakatieren verboten' anzubringen und die eingeschlagenen Fenster zu vernageln, ist die Bahn nachgekommen. Lieber wär es Altkofer aber natürlich, wenn das Häuschen einfach verschwinden würde. "Gebraucht wird es nicht mehr", ist er sich sicher.

Gebraucht wird dagegen unbedingt ein zweiter Bahnhof für Bischofswiesen. Alle bisherigen Anträge und Appelle sind nicht nur von der Deutschen Bahn, sondern auch vom Bayerischen Wirtschaftsministerium abgelehnt worden. Jetzt will das Verkehrsforum ÖPNV Berchtesgadener Land noch einmal einen Versuch starten, einen Bahnhof Winkl durchzusetzen. "Ich wünsche mir, dass das Forum mehr Erfolg hat als die Gemeinde und der Landrat bisher", gibt sich Altkofer wenig zuversichtlich.

Bahnhöfe: Freistaat ist gefragt

Was den Bahnhof in Bischofswiesen betrifft, hat der Bürgermeister die Hoffnung aufgegeben. "Er wurde vor Jahren an eine Firma verkauft, die ein Gebäudemanagement mit der Betreuung beauftragt hat", erklärt Altkofer. "2008 war das Unternehmen noch mit der Bestandsaufnahme beschäftigt. Seitdem ist nichts passiert."

Christine Zigon

Kommentare