UBB: Entwicklungen in Bischofswiesen

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Am „Panorama Park“ wurde für den Fußgängerüberweg mit Peitschenleuchte sogar die Abbiegespur verkürzt

Bischofswiesen - Bei dem ersten Treffen im neuen Jahr der Unabängigen Bürgervereinigung Bischofswiesen wurde unter anderem über das Kressenfeld und den Wohnraumbedarf diskutiert:

Auf ihrem ersten Treffen im neuen Jahr hielten die Mitglieder der Unabhängigen Bürgervereinigung Bischofswiesen (UBB) zunächst Rückschau auf 2012. Als großen Erfolg der Bürger sahen die UBB’ler den Bürgerentscheid zum Kressenfeld. Unabhängig von Parteizugehörigkeit oder sonstigen Verflechtungen sprach sich eine deutliche zwei drittel Mehrheit gegen das Bauvorhaben im Außenbereich aus. Das hatte auch erfreuliche Auswirkungen auf die Empfehlungen beim Flächennutzungsplan zur Wohngebietsausweisung in Bischofswiesen. Höchst unbefriedigend und gefährlich ist nach wie vor die Verkehrsituation am Bahnhof und am Ortseingang.

Wohnraumbedarf

In den Monaten vor dem Bürgerentscheid war seitens des Bürgermeisters immer wieder die Rede von Bevölkerungswachstum und steigendem Wohnraumbedarf mit dem Fokus auf Einfamilienhäuser und der Ablehnung von Einheimischenmodellen. Nach Ansicht der UBB ist aber nur so zu verhindern, dass immer mehr Zweitwohnungen gebaut werden und weniger betuchte Gemeindebürger das Nachsehen haben. Überhaupt ist es für die UBB’ler unverständlich, dass die gemeindeigenen Sozialwohnungen verkauft werden sollen und sich der Bürgermeister auf der Bürgerversammlung auf die Anfrage eines betroffenen Bürgers nicht öffentlich dazu äußern wollte. Unverständlich auch, dass dort eine Wohnung seit Anfang 2012 leer steht und nicht vermietet wird, obwohl es zahlreiche Interessenten dafür gibt, wie Betroffene zu berichten wussten.

Nach Ansicht von UBB-Vorsitzendem Sepp Stangassinger sollte das Gemeindeeigentum der Sozialwohnungen nicht verkauft werden, denn es gibt auch zahlreiche Bürger mit niedrigem Einkommen und wie in den Medien immer wieder zu erfahren ist, wird bezahlbarer Wohnraum zu einem immer knapperen Gut. Das darf die Gemeinde nicht aus der Hand geben.

Der öffentliche Personenverkehr

Dass unsere Behörden und der Bürgermeister wissen, wie man Haltestellen und Übergänge für den öffentlichen Personenverkehr gestaltet, sieht man am Panorama Park. Dort wurde sogar die Abbiegespur verkürzt, um die mit einer Peitschenleuchte erhellte Verkehrsinsel für die Fußgänger an der richtigen Stelle zu platzieren. Sogar der Fahrplan im Wartehäuschen ist beleuchtet. Das findet sich sonst nirgends in Bischofswiesen. Im Gegenteil. Zugreisende, die in Bischofswiesen aussteigen, wurden schon des öfteren mit Taschenlampen beobachtet, damit sie beim Überqueren des Vorplatzes und der Brücke nicht in Löcher oder die Ache stürzen. Die Installation einer Peitschenleuchte wurde mit dem Argument einer erzeugten Scheinsicherheit für die Fußgänger abgelehnt, weil diese dann glauben könnten, an der Stelle befinde sich ein Fußgängerüberweg. „Wie dämlich dürfen Fußgänger eigentlich eingeschätzt werden?“ fragt sich nicht nur UBB-Mitglied Rita Poser. Immer wieder ließ sich von November bis Januar in den Morgenstunden beobachten, wie rücksichtslose Autofahrer, darunter sogar LKW’s, einfach auf dem Fußweg fahren, um die Linksabbieger rechts zu überholen ohne Rücksicht auf die dort wartenden Fußgänger. Die sind bei schlechten Sichtverhältnissen auch nur schwer zu erkennen. Mit einer richtigen Beleuchtung können solche Gefahren reduziert werden. Auf der Bürgerversammlung wurde die Lage des Ortseingangsschildes nochmals zu Recht kritisiert, denn der Ort beginnt an der Abzweigung nach Loipl. „Diese Häuser stehen nicht im Außenbereich und gehören zur Ortschaft. Kreisverkehre an Ortseingängen sind absolut üblich und unabhängig davon, ob sich dort eine Bundesstraße mit einer Staats- oder Gemeindestraße kreuzt,“ so Poser. Außerdem wäre die Geschwindigkeit im Bereich des Bahnhofs geringer. Das müsste auch im Interesse der Feuerwehr sein, die dort ja ihre Ausfahrt hat.

Der Bahnhof als Mobilitätszentrum

Nach Bürgerentscheid nicht mehr im Flächennutzungsplan: Baugebiet Kressenfeld

Der Vorschlag des Planungsbüros Steinert, den Bahnhof zu einem Mobilitätszentrum zu entwickeln, ist ein ganz hervorragender, findet die UBB. Zum einen für die zahlreichen Schüler, die mit dem Zug fahren, dann für Aus-und Einpendler, für die anreisende Touristen und auch für Senioren. Deren Zahl ist in Bischofswiesen überdurchschnittlich hoch und auch sie haben ein recht auf Mobilität. Aber der Bischofswieser Bahnhof ist zu Fuss für sie nahezu ebenso unerreichbar wie für Rollstuhlfahrer, denn wie sollen sie verkehrssicher die B20 queren. Zugesagt war, im Zusammenhang mit dem Bau des Feuerwehrhauses die Verkehrssituation für die Bahnnutzer zu verbessern, was aber nicht geschehen ist. Angesichts der wiederholt auftretenden Gefahrensituationen ist es eine Frage der Zeit, wann der nächste Unfall passiert. Soweit darf es aber nicht kommen. Genauso wenig wie zur Anwendung der Straßenausbaubeitragssatzung. Es ist ein Unding, so Gemeinderat Paul Grafwallner, die gemeindeigene Verkehrsinfrastruktur wie die Bahnhofsbrücke erst verlottern zu lassen und dann aber die Kosten auf die anliegenden Grundstückseigentümer umzulegen.

Pressemitteilung UBB

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