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Urteil

Salafistenprediger Sven Lau muss fünfeineinhalb Jahre in Haft

Salafistenprediger Sven Lau muss fünfeineinhalb Jahre in Haft

"Botschaft an den Gemeinderat"

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Beginn der Auszählung in der Bischofswieser Schule um 18 Uhr.

Bischofswiesen - Am Sonntag mussten die Bischofswieser Farbe bekennen: Per Bürgerbegehren wurde entschieden, ob am Kressenfeld 14 Einfamilienhäuser gebaut werden können.

Eine Bürgerinitiative, unterstützt von den Grünen und der Unabhängigen Bürgervereinigung Bischofswiesen (UBB), wollte verhindern, dass 14 Einfamilienhäuser am Kressenfeld gebaut werden dürfen. Der Gemeinderat hatte zuvor dem Bauvorhaben stattgegeben.

Fotos vom Wahlabend:

Bürgerinitiative Kressenfeld gewinnt

Ja bedeutete: Einstellung des Bebauungsplans

Von 8 bis 18 Uhr durften die Bürgerinnen und Bürger dann in vier Wahllokalen ihr Kreuz machen.

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Der Bürgerentscheid musste zwei Hürden meistern: Die Mehrheit der abgegeben Stimmen gewinnen - und diese Mehrheit musste dann mindestens 20 Prozent der stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürger entsprechen. Also: mindestens 1.253 Ja-Stimmen. Ja, weil gefragt wurde: "Sind Sie dafür, dass das Verfahren für die Aufstellung des Bebauungsplanes Nummer 45 'Am Kressenweg' und die 20. Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich Kressenlehen eingestellt wird?"

Entscheidung: Grüne Wiese bleibt erhalten

Gegen 18.50 Uhr wurde das vorläufige Endergebnis bekanntgegeben: Die Bürgerinitiative setzte sich letztlich klar durch. 1.733 Bischofswieser stimmten für den Erhalt der Wiese, also mit "Ja" - auch das nötige Quorum wurde somit erreicht. Das sind 67,96 Prozent. Dagegen kam die Gegenseite nur auf 817 Stimmen (32,04 Prozent).

Auch die Wahlbeteiligung war ausreichend, denn am heutigen Sonntag gingen insgesamt 41,22 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen.

"Hoffentlich bremst uns das nicht"

Bürgermeister Toni Altkofer zeigte sich nicht erfreut über das Resultat: "Das ist natürlich nicht mein Wunschergebnis. Aber es ist Fakt und deshalb akzeptieren wir es so. Für die Gemeinde könnte es dadurch künftig jedoch schwierig werden, Ausweisungen zu tätigen. Ich hoffe sehr, dass dieses Ergebnis die Entwicklung in der Gemeinde nicht zu sehr bremst". Es wurden 2.550 gültige Stimmen abgegeben, zehn waren ungültig.

"Lektion für die Zukunft"

Klaus Gerlach, Sprecher der siegreichen Bürgerinitiative "Kressenfeld" bezeichnete das Ergebnis als überwältigend: "Das ist eine klare Botschaft an den Gemeinderat. Und sie zeigt, dass das Gemeinwohl, nicht das Bestreben Einzelner im Vordergrund steht. Für unseren Talkessel - und dazu gehört nicht nur Bischofswiesen - müssen wir künftig übergreifend gemeinsam Lösungen finden".

Den "Wahlkampf" bezeichnete Klaus Gerlach als "stets fair", woraufhin die anwesende Familie Lichtmannegger nur unverständlich den Kopf schütteln konnte. Gerlach selbst sah sich des Öfteren grundlos angegriffen, teilweise in beleidigender Art und Weise.

"Kein leichter Abend"

Für den unterlegenen Bauwerber und Landwirt Michael Lichtmannegger sowie seine Familie war der heutige Abend "kein leichter": "Wir sind natürlich enttäuscht, aber wir nehmen das Ergebnis hin und akzeptieren den demokratischen Entscheid". Für seine weitere Betriebsentwicklung muss sich der 54-Jährige aus der Strub laut eigenen Worten "nun etwas anderes einfallen lassen". Das wird "nicht leicht", so Lichtmannegger sichtlich angeschlagen.

Die rechtlich richtige Seite sieht er nach wie vor bei sich.

Pro und Contra: Die Argumente im Video

Dieses Feld bewegte die Gemüter:

Information rund ums Kressenlehen

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