Bewusstloser Soldat am Götschen

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Seine Kameraden brachten den verletzten 18-jährigen Soldaten mit einem Überschneefahrzeug zur Silberg-Wendeplatte, wo der Hubschrauber landen konnte.

Bischofswiesen/Ramsau - Zu zwei Winterunfällen musste das BRK am Dienstag ausrücken. Ein Soldat verletzte sich so schwer am Kopf, dass der Helikopter angefordert werden musste.

Ein 18- jähriger Bundeswehr-Soldat hat sich am Dienstagnachmittag bei der Winterausbildung am Götschen so schwer am Kopf verletzt, dass der mit dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ abtransportiert werden musste. Ebenfalls unglücklich endete eine Skitour zum Steintalhörndl im Hochkalter-Gebiet für einen 41-jährigen Einheimischen: Bei der Abfahrt in Richtung Steintalboden stürzte er und verletzte sich am Knie.

Der Soldat war beim Abstieg über den Jägersteig am Götschen so unglücklich gestürzt und mit dem Kopf aufgeschlagen, dass er bewusstlos liegen blieb. Die Leitstelle Traunstein schickte daraufhin um 13.47 Uhr das Rote Kreuz mit einem Rettungswagen und dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ los. Seine Kameraden brachten den 18-Jährigen mit einem Überschneefahrzeug zur Silberg-Wendeplatte, wo der Hubschrauber landen konnte. Der Verletzte musste nach notärztlicher Erstversorgung zum Klinikum Traunstein geflogen werden.

Nach dem nahezu gleichzeitigen Skiunfall am Steintalhörndl versuchte die Vierergruppe zunächst noch weiter abzufahren oder zu gehen, bald mussten die Tourengeher aber wegen starker Schmerzen des Verletzten aufgeben. Sie setzten per Mobiltelefon einen Notruf bei der Leitstelle Traunstein ab, die daraufhin um 14.11 Uhr die Bergwacht Ramsau alarmierte. Weil der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ bereits am Götschen gebunden war, half die Besatzung des Notarzthubschraubers „Alpin Heli 6“ aus Zell am See aus. Nach böigem Anflug und kurzer Lagebesprechung im Tal startete der Pilot mit einem Ramsauer Bergwacht-Luftretter an Bord in Richtung Hochkalter. Nach kurzer Suche konnte die Gruppe lokalisiert werden. Da die Landung direkt in der Nähe trotz des vielen lockeren Schnees möglich war, konnte der Skibergsteiger problemlos in die Maschine einsteigen und im Anschluss zur Übergabe an den BRK-Krankenwagen ins Tal nach Ramsau geflogen werden.

rf/ml/BRK BGL

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