Kreislaufprobleme halten Bergwacht in Atem

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Nur mit dem Hubschrauber ist ein Bergsteiger noch ins Tal gekommen. Er hatte sich am Knöchel verletzt.

Ramsau - Bis zu drei Einsätze täglich hat die Bergwacht Ramsau bei dem schönen Wetter in den letzten Tagen absolviert.

Die Einsatzkräfte retteten hauptsächlich erschöpfte Bergsteiger und Wanderer mit Kreislaufproblemen. Vor allem am Kühroint, an der Schapbachalm und aus dem Wimbachtal mussten die Bergwanderer geholt werden. Zur Weiterbehandlung wurden sie in die umliegenden Kliniken gebracht.

Eine Suchaktion am Watzmann im Bereich des Hohen Stiegs stellte sich nach einigem Hin und Her als Überreaktion einer Familienangehörigen heraus, die ihre Begleiter nicht mehr sehen konnte und sie schon abgestürzt wähnte. Die Nachforschung mit der Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers ergab, dass die Vermissten wohlbehalten im Abstieg waren.

Aufgrund einer Knöchelverletzung musste die Bergwacht Ramsau einen Bergsteiger ins Tal fliegen lassen.

Ein Bergsteiger aus Dingolfing stürzte beim Abstieg von der Watzmann-Südspitze so unglücklich, dass er wegen einer Knöchelverletzung nicht mehr weiter ins Tal gehen konnte. Der Pilot des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ setzte ein Rettungsteam in der Nähe der Unfallstelle in rund 2.200 Metern Höhe ab. Während der Hubschrauber am so genannten Goldbrünndl in Bereitschaft blieb, wurde der 53-jährige Mann durch den Bergwacht-Notarzt und den Einsatzleiter versorgt und transportfähig gemacht. Am 15-Meter-Fixtau wurden zunächst der Patient und der Arzt zum Tallandeplatz in Ramsau geflogen, wo eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes die Verlegung ins Kreisklinikum Bad Reichenhall übernahm. In einem weiteren Fixtauflug holte schließlich die Crew den Einsatzleiter vom Berg und ersparte ihm den mühsamen Abstieg ins Wimbachgries.

Zu Fuß ins Tal musste eine sechsköpfige Bergsteigergruppe aus Dresden gebracht werden. Sie konnte gegen 20 Uhr am Donnerstagabend oberhalb des Goldbrünndls den Abstieg vom Watzmann nicht mehr aus eigener Kraft fortsetzen. Den Erschöpften waren die Getränke ausgegangen. Zwei Mitglieder der Gruppe waren völlig dehydriert, so dass ein 23-jähriger Begleiter zum Wasser am Brünndl hinunterlaufen musste, die Wasserflaschen auffüllte und wieder aufstieg, und die anderen zu versorgen. Dabei verletzte er sich am Knöchel, weshalb er zunächst nicht mehr gehen konnte. Deshalb stieg ein weiterer junger Mann zur Wimbachgries-Hütte ab und meldete die missliche Lage.

Die Rettungsleitstelle Traunstein verständigte gegen 21 Uhr den Einsatzleiter der Bergwacht Ramsau, der 13 Bergretter mit drei Motorrädern, einem Spezialfahrzeug (ATV) und einem Geländewagen losschickte. Nach näherer Begutachtung und Untersuchung durch den Bergwacht-Notarzt konnte Entwarnung gegeben werden: Der Zustand des Patienten war stabil und nicht so schlecht, wie ursprünglich im Notruf angegeben.

Den Ramsauer Bergwacht-Einsatzkräften gelang es, die Gruppe zwar mühsam und langsam, aber dafür sicher auf eigenen Füßen ins Tal zu lotsen. Die Fußverletzung des 23-Jährigen wurde im Kreisklinikum Bad Reichenhall behandelt werden.

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