Bergwacht im Dauereinsatz

Berchtesgaden - Die Bergwacht Berchtesgaden kommt derzeit nicht zur Ruhe. Ein Einsatz nach dem anderen.

Das anhaltend schöne Bergwetter hält die Einsatzkräfte derzeit auf Trab: Allein die Bergwacht Berchtesgaden musste seit Montag zu zehn Einsätzen ausrücken, darunter ein Kletterunfall an den Hachelköpfen im Watzmann-Massiv.

Ein 49-jähriger Kletterer hatte sich am Dienstag an den Hachelköpfen bei einem Fünf-Meter-Sturz am Sprunggelenk und am Kopf verletzt. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ brachte einen Bergwacht-Luftretter am Variablen Tau zum Unfallort. Bei einem zweiten Anflug konnten Retter und Patient wieder per Tau aufgenommen und sicher ins Tal geflogen werden. Im Anschluss sicherten die Einsatzkräfte den unverletzten 40-jährigen Kletterpartner im Kaper-Verfahren ans Tau und brachten ihn ebenfalls zum Zwischenlandeplatz. Der verletzte 49-Jährige musste nach notärztlicher Erstversorgung zur weiteren Behandlung zum Kreisklinikum Bad Reichenhall geflogen werden.

Am Donnerstag wurden die Berchtesgadener Bergretter zu drei Einsätzen in Folge gerufen: Eine Bergwanderin war gegen Mittag an der Schreinbach-Holzstube oberhalb des Obersees mit Kreislaubproblemen gestürzt und hatte sich schwer im Gesicht verletzt. Der sofort alarmierte Bergwacht-Einsatzleiter forderte den nächsten freien Hubschrauber an: Die Besatzung von „Christophorus 6“ aus Salzburg konnte in der Nähe der Patientin landen und brachte sie nach notärztlicher Behandlung zum Landeskrankenhaus Salzburg.

Gegen 13.30 Uhr brach am Purtscheller -Haus (Hoher Göll) eine 68-jährige Urlauberin mit Kreislaufproblemen bewusstlos zusammen. Die Besatzung von „Christoph 14“ konnte am Eckersattel zwischenlanden und brachte den Notarzt und einen Bergwacht-Luftretter mit dem Rettungstau zum Einsatzort. Nach medizinscher Erstversorgung flog der Pilot den Notarzt und die Patientin am Rettungstau direkt zum Kreisklinikum Berchtesgaden, wo die Frau weiter behandelt wurde.

Gegen 16.30 Uhr ging ein weiterer Notruf bei der Traunsteiner Rettungsleitstelle ein: Eine 45-jährige Wanderin hatte sich am Seeleinsee das Bein gebrochen. Die Besatzung von „Christoph 14“ konnte mit einem Bergwacht-Luftretter an Bord bei der Patientin landen, die nach medizinischer Erstversorgung zum Kreisklinikum Bad Reichenhall geflogen wurde.

Drei Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden waren am Donnerstag rund sechs Stunden durchgehend gefordert.

Rubriklistenbild: © BRK BGL

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