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Bergsteiger verbringen Gewitternacht am Karlkopf

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Ramsau - Einsatzkräfte der Bergwacht die Bergsteiger völlig durchnässt und erschöpft nach einer Gewitternacht am Karlkopf ins Tal fliegen.

Auch die ausführliche Planung einer Tour auf das Kammerlinghorn führte für ein einheimisches Paar nicht zum gewünschten Gipfelerfolg:

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Der 62-jährige Berchtesgadener und seine Bischofswieser Begleiterin hatten schon am Samstag am Hirschbichl übernachtet und waren am Sonntagmorgen in Richtung Kammerlinghorn aufgestiegen. Die 67-Jährige hatte jedoch einen schlechten Tag mit Konditions- und Kreislaufproblemen. Beide gingen dennoch weiter und so verging die Zeit mit langsamem Aufstieg und Verzögerungen durch Orientierungsschwierigkeiten. Als der Gipfel nicht mehr zu erreichen war, kehrten sie um und richteten sich auf ein Biwak am so genannten Karlkopf ein. Sie waren dafür gerüstet und hatten schon öfter Unternehmungen dieser Art durchgeführt.

Die zunächst laue Sommernacht wandelte sich aber gegen Mitternacht zu einem heftigen Gewitter mit Starkregen, der die erfahrenen Bergsteiger dann doch in Bedrängnis brachte. So erwies sich der mitgenommene alte Biwaksack als undicht; den Regenschirm trauten sich die beiden wegen der vielen Blitze nicht aufzuspannen. Völlig durchnässt, unterkühlt und von Panikattacken geplagt setzten sie dann am frühen Montagmorgen einen Notruf ab, der über die Polizei Zell am See dann auf Umwegen die Ramsauer Bergwacht erreichte. Mit Hilfe eines Polizeihubschraubers konnten beide rasch geortet und auch gerettet werden. Nach Aussage des Bergwacht-Notarztes hätte der physische und psychische Erschöpfungszustand des Paares keinen weiteren selbständigen Abstieg mehr erlaubt.

Ein ganz anderes Abstiegsproblem hatte eine 22-jährige Koreanerin am Freitagabend beim Rückweg vom Watzmannhaus. Weil sie in der Nähe der Mitterkaseralm Konditionsprobleme bekam und nicht mehr weiter konnte, bat ihr Begleiter telefonisch um 22 Uhr über die Leitstelle Traunstein um Hilfe. Der Disponent wies sie an, auf der Stelle zu bleiben, bis die Bergwacht einträfe. So blieb sie etwa 200 Meter vom Kaser entfernt mitten auf dem Weg sitzen und wartete frierend auf das Eintreffen der leicht erstaunten Retter.

(ml)

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