Berglandwirtschaft – Bewahrer der biologischen Vielfalt

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Für die biologische Vielfalt spielt die traditionelle Bewirtschaftung der Almen im Berchtesgadener und Salzburger Land eine bedeutende Rolle. Die Auftaktveranstaltung der Winter-Vortragsreihe des Nationalparks Berchtesgaden steht daher in diesem Jahr unter dem Titel: „Berglandwirtschaft – Bewahrer der biologischen Vielfalt“.

Berchtesgaden - Mit einer Veranstaltung unter dem Titel „Berglandwirtschaft – Bewahrer der biologischen Vielfalt“ beginnt am Mittwoch um 19 Uhr im Nationalpark-Haus Berchtesgaden die traditionelle Winter-Vortragsreihe.

Nationalpark-Mitarbeiterin Anne Katrin Heinrichs sowie Andreas Hofer von der Salzburger Landesregierung stellen lokale und grenzübergreifende Aktivitäten im Rahmen des internationalen Projektes ECONNECT vor. Ziel des europäischen Projektes ECONNECT ist es, in den Alpen einen ökologischen Verbund zu entwickeln. Wertvolle naturnahe Gebiete sollen verstärkt miteinander vernetzt werden, um Tier- und Pflanzenarten ungehinderte Wanderungen zwischen verschiedenen Lebensräumen zu ermöglichen.

Alpenweit beeinträchtigen intensive Land- und Forstwirtschaft, wachsende Siedlungsbereiche sowie eine immer komplexer werdende Infrastruktur die Bewegungsfreiheit wandernder Tiere. Das Protokoll „Naturschutz und Landschaftspflege“ der Alpenkonvention sieht die Umsetzung eines ökologischen Verbundes in den Alpen ausdrücklich vor. Um diesen Vorgaben Rechnung zu tragen, werden in sieben so genannten „Pilotregionen“ individuelle Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensraumvernetzung umgesetzt.

Auch die Region Berchtesgaden-Salzburg zählt dazu, hier werden in den kommenden Monaten erste konkrete Vorhaben in verschiedenen Bereichen durchgeführt. Ein Schwerpunkt im Projekt ist daher das extensiv bewirtschaftete Grünland, nicht zuletzt aufgrund seiner hohen Bedeutung beispielsweise für Heuschrecken und Tagfalter. Neben diesem Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt prägt die traditionelle Berglandwirtschaft darüber hinaus das Landschaftsbild und fördert damit zugleich wirtschaftliche Aspekte, denn die besondere Charakteristik der Landschaft im Berchtesgadener und Salzburger Land spielt auch für den Tourismus eine zentrale Rolle.

Eine Auswahl der im Rahmen des ECONNECT-Projektes geplanten Maßnahmen stellt Nationalpark-Mitarbeiterin Anne Katrin Heinrichs vor. Andreas Hofer vom Amt der Salzburger Landesregierung unterstreicht den Beitrag der traditionellen Berglandwirtschaft zum Erhalt der Biodiversität. Im Anschluss an den Vortrag führen die Referenten durch die neue Ausstellung im Nationalpark-Haus.

Die Wanderausstellung unter dem Titel „Artenvielfalt braucht Biotopverbund“ ist noch bis 30. November im Nationalpark Berchtesgaden zu sehen. Die Ausstellung wurde von der Naturschutzabteilung des Salzburger Landes in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung entwickelt. Sie stellt anhand zahlreicher Beispiele die Gefährdung von Lebensräumen durch Zerschneidung und Nutzungsintensivierung dar und zeigt Lösungsmöglichkeiten durch einen funktionierenden Biotopverbund auf. Darüber hinaus können Besucher die Auswirkungen von Barrieren in der Landschaft durch interaktive Elemente persönlich erfahren.

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

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