"Bereinigung des Schilderwaldes"

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Berchtesgadens neue Fußgängerbeschilderung: 161 Schilder an 41 Standorten für 25.000 Euro.

Berchtesgaden - Einverständnis bestand in der vergangenen Gemeinderatssitzung hinsichtlich einer neuen Fußgängerbeschilderung für den Markt Berchtesgaden.

Das vorgestellte und jederzeit erweiterungsfähige Ortsbeschilderungskonzept im innerörtlichen Bereich von Berchtesgaden (Bahnhof Berchtesgaden und Ortszentrum) soll demnach umgesetzt werden. Jeder Fußgänger soll in Zukunft auf weinroten Schildern schnell und deutlich erkennen, wohin es des Weges geht.

„Es soll nur das Notwendige draufstehen“, sagte Bürgermeister Franz Rasp. Das gleiche Schilderkonzept hat bereits Bad Reichenhall erfolgreich eingeführt. Beschildert werden künftig öffentliche Einrichtungen, insbesondere das Rathaus, die Berchtesgadener Kirchen, das Kongresshaus, die Tourist-Information, alle öffentlichen Toiletten, öffentliche Parkplätze und Tiefgaragen, Parkanlagen, Bushaltestellen, Polizei, Krankenhaus, Gemeindebücherei und der Bahnhof.

Weiterhin sollen auch örtliche Ziele im Umkreis des Ortszentrums beschildert werden – so etwa die historische Ortsmitte, das Nonntal, der Soleleitungsweg, der Lockstein, Maria Gern oder der Kirchleitenweg. Darüber hinaus finden die Schilder auch wegweisenden Einzug beim Salzbergwerk, dem Königlichen Schloss, Heimatmuseum, Eisstadion, Watzmann Therme, Obersalzbergbahn, Haus der Berge sowie Minigolfplatz.

„Um die Transparenz der Ortsbeschilderung sowie die Gleichbehandlung zu wahren, werden Hotels, Gaststätten und Gewerbebetriebe, einschließlich Kanzleien, Praxen, Galerien, nicht als Ziele festgelegt“, so die Beschlussfassung des Gemeinderates. Für die touristischen Ziele wird die Verwaltung beauftragt, mit den jeweiligen Gesellschaften und Institutionen zu verhandeln und die anteilsmäßigen Kosten für die Ortsbeschilderung umzulegen. Das Schilderkonzept kommt ohne Schellenfixierung aus. Jedes Schild soll eingeklinkt werden. „Eine signifikante Farbe ist das Weinrot“, sagte Marktbaumeister Helmut Graßl über die Gestaltung der Wegweiser, „eine, die gut zum Ort Berchtesgaden passt.“

Michael Widmann (Die Grünen) appellierte an die Verwaltung, mehrere Angebote einzuholen, um die Kosten einzudämmen. „Es gibt sicher günstigere Lösungen“, entgegnete Bürgermeister Rasp, „aber wir brauchen eine Lösung mit System“. Das vorliegende Konzept böte einen guten Kompromiss. Die Bruttokosten bezifferte Rasp auf 25000 Euro: „Wir glauben, dass eine so öffentlichkeitswirksame Gestaltung das auch wert ist“, sagte er.

 An 41 Standorten sind im Gesamten 161 Schilder angedacht. „Die unsäglichen alten Schilder aus Plastik und Holz werden wegkommen“, so Rasp. Eine „Bereinigung des Schilderwaldes“, nannte er das. Einstimmig kam man dem Beschlussvorschlag, die neue Fußgängerbeschilderung umzusetzen, nach.

kp

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