Ausbildung von Markt- und Gemeindeführern

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15 neue Markt- und Gemeindeführer mit Urkunden ausgezeichnet

Berchtesgaden - Zu Markt- und Gemeindeführern wurden die Teilnehmer eines Qualifikationskurses vor wenigen Tagen ausgebildet.

Markt- und Gemeindeführer dürfen sich seit wenigen Tagen 15 Teilnehmer eines Qualifizierungskurses nennen. Kursleiter Peter Wörnle und Edeltraud Scheel vom Katholischen Bildungswerk Berchtesgadener Land freuten sich gemeinsam mit Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp, im Pfarrsaal St. Andreas die Zertifikate an die erfolgreichen Absolventen aushändigen zu dürfen.

Ausbildung von Markt- und Gemeindeführern

Die Kultur des Ortes zu vermitteln – um dieses Ziel verwirklichen zu können, mussten zehn Frauen und fünf Männer über Monate zurück in die Rolle eines Schülers schlüpfen. „Mich freut es, dass Sie den Heimatgedanken pflegen wollen“, sagte Siegfried Stöger, Mitglied im Stiftungsrat der Berchtesgadener Landesstiftung, in seinen Grußworten. Man trage die Aufgabe mit sich, etwas für die Nachwelt erhalten zu müssen. Als Markt- und Gemeindeführer schlüpfe man genau in diese Rolle. Die Berchtesgadener Landesstiftung habe seit ihrer Gründung im Jahr 1960 vier Millionen Euro ausgeschüttet – und dies alleine zur Pflege des Heimatgedankens. 17 weitere Millionen flossen in ein weites Spektrum von Themengebieten. Ob Vereinsfahnenrestaurierungen, wertvolle Kunstschätze, denen mit der Hilfe der Stiftung zu neuem Glanz verholfen wird, oder Projekte wie die Renovierung der Kapelle des Kalvarienbergs, die bis Ende des Jahres komplett überarbeitet wird. Da ist es kein Zufall, dass auch der Qualifizierungskurs mit finanziellen Mitteln bedacht wurde. „Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihre künftige Tätigkeit“, so Stöger in Richtung der erfolgreichen Kursabsolventen. Auch Bürgermeister Franz Rasp entließ die neuen Markt- und Gemeindeführer in ihre neue Tätigkeit, ohne auf den Begriff der Kultur näher einzugehen: „Kultur ist alles vom Menschen Gemachte“, sagte Rasp. Auch ein Nationalpark Berchtesgaden sei kulturell beeinflusst, vom Menschen mitgestaltet worden. 98 Prozent der Fragen des Qualifizierungskurses beschäftigten sich mit kulturellen Dingen, so Rasp. Und weil Kultur harte Arbeit sei und bis in die Kulturlandschaft hineinreiche, war das Themenfeld, das von den Kursteilnehmern abgedeckt werden musste, breit aufgestellt. „Es ist wichtig, Heimat zu vermitteln“, sagte Rasp. Denn Heimat sei Identität. Und diese wiederum vom Einfluss verschiedener Kulturschätze geprägt. Als Zeichen seiner Wertschätzung erhielt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer ein Berchtesgaden-Wappen zum Anstecken. Dankesworte sprach Elisabeth Scheel, Vorsitzende des Katholischen Bildungswerks Berchtesgadener Land, Peter Wörnle, dem „Vater des Kurses“, aus: „Er stand jederzeit für alle Fragen zur Verfügung“, so Scheel. Peter Wörnle zeigte sich erfreut, dass die Motivation bei allen Mitwirkenden noch vorhanden sei. „Denn wir brauchen fachkundige, engagierte Referenten“. Waren es im vergangenen Jahr noch 25 Absolventen, sind es nun zehn weniger. „Es ist schön, dass sich aber immer wieder Interessierte finden“, meint Wörnle. Drei Motive prägen seiner Ansicht nach die Entscheidung, um als Markt- und Gemeindeführer arbeiten zu wollen: das persönliche Motiv, um sich Wissen über Berchtesgadens Kultur anzueignen. Auch die unmittelbare Weitergabe von Infos an Feriengäste und Freude sporne den einen oder anderen dazu an, den Qualifizierungskurs zu absolvieren. Auch die Attraktivität, Führungen überhaupt anbieten zu dürfen, sei ausschlaggebend. Um das „Motivationsfeuer“ beim Einzelnen dauerhaft entfacht zu lassen, überreichte er jedem Teilnehmer symbolisch eine Kerze mit Zündholz. Später gab es für alle neuen Markt- und Gemeindeführer ein eigens ausgestelltes Zertifikat.

kp

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