Wanderer werden umgeleitet

Giftige Altlasten werden von Kehlsteinwegen entfernt

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Berchtesgaden - Die Wege rund um den Kehlstein müssen erneuert werden, aber dabei werden für uns schädliche Materialien entfernt. Deshalb werden Wanderer und Radler umgeleitet:

In wenigen Tagen beginnen die Baumaßnahmen zur Altlastensanierung an den Wegen rund um den Kehlstein. Wegen des Ausbaus des giftigen, teerölhaltigen Materials sind umfangreiche Gesundheitsschutzmaßnahmen erforderlich. Die Bayerischen Staatsforsten richten zum Schutz der zahlreichen Fußgänger und Mountainbiker einegut beschilderte Umleitungsstrecke ein. 

Ab Mitte Juni rücken die Baumaschinen an um das belastete Wegematerial zu entfernen und die Wege dann unter Verwendung von unbedenklichem Kiesmaterial wieder herzustellen. Da das alte Wegebaumaterial als Gesundheit gefährdender gefährlicher Abfall eingestuft ist, müssen für die eingesetzten Arbeitskräfte, aber auch für Wanderer und Radfahrer umfangreiche Schutzmaßnahmen getroffen werden. 

Die Bayerischen Staatsforsten haben in enger Kooperation mit den örtlichen Tourismusvertretern, dem Deutschen Alpenvereins (DAV), Gemeinde, Landratsamt und Wegenetzwerk Berchtesgaden ein umfangreiches Sperrkonzept entwickelt und eine Umleitungsstrecke zum Kehlstein geschaffen. Dazu wurde eigens ein neues Wanderwegstück gebaut. Zu Fuß und mit dem Fahrrad ist der Kehlstein dann nur noch über diese gut beschilderte Umleitungsstrecke zu erreichen. Sie beginnt am Dokumentationszentrum Obersalzberg, verläuft dann zunächst parallel zur Kehlstein-Busstraße und führt dann über den sog. Sandweg zur Dalsenwinkelstraße. 

Der Aufstieg zum Kehlstein über den Bereich Scharitzkehlalm (bzw. auch Sommerrodelbahn und Windbeutelbaron/ Gräfl-Höhe) ist während der Bauzeit nicht möglich. Parkmöglichkeiten bestehen am Großparkplatz Kehlsteinabfahrt und am Ausweichparkplatz Klaushöhe. Der Zugang für Fußgänger vom Wanderparkplatz Ofnerboden ist frei. Auch hier wurde eine Umleitung beschildert. Die Scharitzkehlalm einschließlich Gastwirtschaft sind weiterhin regulär über den dortigen Wanderparkplatz zu erreichen, ebenfalls die Klettergebiete im Endstal/Hoher Göll. 

Angesichts der Gesundheitsgefährdung beim Betreten der Baustellen bitten die Bayerischen Staatsforsten alle Einheimischen, Gäste und Erholungssuchende um Verständnis für die Maßnahme und die Einhaltung der Wegesperrungen. Der Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden, Dr. Daniel Müller, bittet die Vermieter, Wirte, Hoteliers herzlich darum, ihre Gäste auf die in diesem Jahr einmalige Situation am Kehlstein hinzuweisen.

Pressemitteilung Bayerische Staatsforsten

Rubriklistenbild: © dpa und Bayerische Staatsforsten

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