Projekt "YOUrALPS" in Berchtesgaden

Wie kann man Jugendliche wieder für die Natur begeistern?

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Wie können Kinder und Jugendliche in den Alpen für ihre Heimat begeistert werden? Mit dieser und weiteren Fragen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung beschäftigten sich die Teilnehmer des internationalen „YOUrALPS“-Projekts im slowenischen Nationalpark Triglav.

Berchtesgaden - Jugendlichen aus den Alpenländern eine bessere Identifikation mit dem Lebensraum Alpen ermöglichen und ihrer Entfremdung von der Natur ein Ende setzen – das ist das Ziel des alpenweiten Projekts „YOUrALPS“.

Der Nationalpark Berchtesgaden beteiligt sich zusammen mit dem staatlichen Gymnasium Berchtesgaden und zwölf weiteren Partnern aus fünf Alpenländern an diesem Vorhaben. 46 Teilnehmer aus Frankreich, Italien, Österreich, Deutschland und Slowenien trafen sich kürzlich zu einer Fortbildung. Beim Arbeitstreffen im slowenischen Naklo waren außerdem zahlreiche Direktoren und Lehrkräfte alpiner Schulen anwesend, um weitere Aktivitäten in den beteiligten Regionen zu planen. 

Auch die Bedürfnisse und Ansprüche von Kindern und Jugendlichen in ihrem sozialen Umfeld wurden detailliert analysiert. Der Jugendpsychologe Matija Svetina von der Universität Ljubljana beschrieb ausführlich das FOMO (Fear Of Missing Out)-Syndrom: eine zwanghafte Sorge, soziale Interaktionen oder ein anderes Ereignis zu verpassen und nicht mehr auf dem Laufenden zu sein. Dieses Gefühl tritt häufig bei Jugendlichen auf und geht mit der intensiven Nutzung moderner Technologien wie Mobiltelefonen und Sozialen Netzwerken einher. Der Naturethiker Luka Omladic, ebenfalls von der Universität Ljubljana, klärte auf, welche unterschiedlichen Motivationen es für den Naturschutz gibt. Abschließend stellte die Naturinterpretin Marjeta Kersic neue Methoden in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen vor. 

Mit diesem Wissen ausgestattet, machten sich die Teilnehmer auf in den benachbarten Nationalpark Triglav und erprobten zwei Tage lang ihr Wissen in der Praxis. Zum Abschluss der Woche formulierten die Teilnehmer sechs Kriterien, anhand derer künftige Aktivitäten in den beteiligten Regionen entwickelt werden sollen. 

Außerdem ist ein weiteres Treffen in Planung, um die Idee einer „Alpinen Sommerschule“ zu konkretisieren. Dieses Projekt soll die schulische Bildung mit der außerschulischen Bildung für nachhaltige Entwicklung(BNE) vereinen. Dabei sollen interdisziplinäre, interaktive Bildungsformen gefunden werden, um Jugendliche wieder stärker mit der Natur in den Alpen vertraut zu machen. Alpenweit sind alle interessierten Umweltbildner zum gegenseitigen Austausch und zur Kooperation eingeladen. 

Informationen zu laufenden Aktivitäten gibt es unter www.alpine-space.eu/projects/youralps/en/home oder im Sachgebiet Umweltbildung der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden, Ansprechpartnerin ist Andrea Heiß.

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

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