Asylbewerber im Schwestern-Wohnheim?

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Berchtesgaden - Ein verlassenes Schwesternwohnheim in Berchtesgaden könnte zum Asylbewerberheim werden. Es regt sich erster Widerstand in der Berchtesgadener Geschäftswelt.

Ein Asylbewerberheim könnte im ehemaligen Schwesternwohnheim in der Nähe der Kreisklinik Berchtesgaden realisiert werden. Das berichtet der Berchtesgadener Anzeiger in seiner aktuellen Ausgabe. Im Landratsamt Berchtesgadener Land bestätigt man die Überlegungen der Geschäftsleitung der Kreiskliniken Südostbayern. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. In Reihen der Berchtesgadener Geschäftswelt regt sich bereits Widerstand.

„Das geht so nicht“, sagt ein Geschäftsmann. „Man kann doch nicht einfach ein Asylbewerberheim in einen vom Tourismus bestimmten Ort klatschen“. Auch Berni Zauner, 1. Vorsitzender der Marktgemeinschaft Berchtesgaden, sagt, dass der Standort nicht optimal gewählt sei. Trotzdem müsse es für Asylbewerber Möglichkeiten geben unterzukommen. In einem vorliegenden Brief, der sich an ausgewählte Politiker in der Region richtet, äußern sich Berchtesgadener Geschäftsleute klar zur Sache: Es gebe „besser geeignete Regionen zur Unterbringung.“ Vielmehr sehe man die Zukunft des Schwesternwohnheims als soziale Unterkunft für Bedürftige. Noch am Mittwochnachmittag fand ein Gespräch im Landratsamt Berchtesgadener Land statt, in dem die Vorstandschaft der Marktgemeinschaft Berchtesgaden geladen war.

kp

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