Drittes-Reich-Kanal wird ausgebaut

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Stefan Schwab vom Markt Berchtesgaden erklärt die Kanalbaumaßnahme.

Bischofswiesen - Kanal und Wasserleitung für die Stanggaß und weitere Anwohner werden ausgebaut - die Leitungen stammen noch aus dem Dritten Reich.

Tief unter der Erde lässt der Markt Berchtesgaden derzeit sowohl den Kanal als auch die Wasserleitung für die zu Bischofswiesen gehörende Stanggaß und die umliegenden Anwohner auf über 300 Metern ausbauen. Diese stammen noch aus der Zeit des Dritten Reichs.

Ausbau von Kanal und Wasserleitung

In die Jahre gekommen sind die verbauten Rohre, die in den vergangenen Jahrzehnten ihre Aufgabe erfüllt haben. „Berchtesgaden betreibt den Kanal gemeindeübergreifend“, sagt Bautechniker Stefan Schwab. Und weil die Einwohnerzahlen über die Jahrzehnte hinweg sukzessive gestiegen sind, wird die Straßenbaumaßnahme beim „Haus der Berge“ nun dazu genutzt, Kanal und Wasser für einen beträchtlichen Betrag grundlegend zu sanieren und der Einwohnerzahlen anzupassen. „Die Dimension ist nicht mehr ausreichend“, sagt Schwab, der es wissen muss. Immerhin ist an den Kanal die gesamte Stanggaß angeschlossen, die in Sachen Wasser aber in der Verantwortung des Marktes Berchtesgaden liegt. „Die Maßnahmen sind notwendig, Kanal und Wasserleitung stammen aus dem Dritten Reich“. An so mancher Stelle gibt es einen Wurzeleinwuchs: „Wir hatten in diesem Bereich immer wieder Probleme und mussten dafür sorgen, dass der Durchfluss gewährt wird“, sagt er. Und weil dem so sei, investiert der Markt nun „die Summe eines kleinen Hauses“. Auch wenn der Bürger von all dem am Ende kaum etwas mitbekommen wird, ist Schwab zuversichtlich, dass die Arbeiten ihren Zweck erfüllen werden. Weil das Staatliche Bauamt Traunstein derzeit die Staatsstraße 2097 vor dem „Haus der Berge“ saniert, sei es naheliegen, den Kanal gleich mitzumachen. „Außerdem werden Rohre für die Fernwärmeversorgung verlegt“, sagt Schwab. Zwischen 2,5 Meter und vier Meter tief werden die groß dimensionierten Kanalrohre verlegt, die Wasserleitung liegt bei etwa 1,5 Meter. „Das liegt an der Frosttiefe.“ Bis 1,2 Meter hat der Frost eine Chance, darunter kann das Wasser nicht mehr gefrieren. Die Wasser- und Kanalbaumaßnahmen werden parallel zu den Straßenbauarbeiten durchgeführt und folglich auch erst mit diesen beendet werden. Bis spätestens Mitte Juni soll das geschehen.

kp

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