Lauft, Heinz und Gerhard, lauft!

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Freuen sich über die geglückte Etappe (v. l.): Gerhard Albert, Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp und Heinz Jäckel.

Berchtesgaden - Für einen guten Zweck laufen die Ultraläufer Heinz Jäckel und Gerhard Albert 4200 km einmal rund um Deutschland, im Moment sind sie in Berchtesgaden.

Zweieinhalb Monate sind die beiden Ultraläufer Heinz Jäckel und Gerhard Albert insgesamt unterwegs – um auf 74 Etappen für den guten Zweck eine Gesamtstrecke von 4282 Kilometern zurückzulegen.

Einmal rund um Deutschland von Hennef aus, so lautet das Ziel der beiden Läufer aus Leidenschaft. Gestartet waren sie am 4. April, ihr Ziel, erneut in Hennef anzukommen, wollen die beiden am 17. Juni erreichen. Zweieinhalb Monate Zeit, jeder Tag ist streng geplant, bei Wind und Wetter geht es auf die Strecke.

Ultraläufer machen Stop in Berchtesgaden

Die Zeit bringen beide mit sich, die Ehefrauen reisen im Wohnmobil hinterher, versorgen die Sportler mit all jenen Dingen, die notwendig sind, um das zehrende Programm durchstehen zu können. Als Jäckel und Albert am Dienstagabend in Berchtesgaden ankommen, sind sie bereits 60 Kilometer unterwegs an diesem Tag. Von Reit im Winkl nach Berchtesgaden, per GPS-Führer: „Wir waren nicht immer auf der Idealstrecke, müssen uns aber auf die Technik verlassen“, sagt Jäckel, durchgeschwitzt. „Jetzt erst einmal unter die Dusche“, sagt er, während er den Bürgermeister von Berchtesgaden, Franz Rasp, begrüßt.

Dieser ist eigens erschienen, beglückwünscht die beiden. Ein wenig Smalltalk, am nächsten Tag sollen sie doch im Rathaus vorbeikommen. „Auf einen Kaffee“, so Rasp. Vielleicht gibt es eine kleine Spende. Warum die beiden öffentlichkeitswirksam laufen? „Nur für den guten Zweck“, sagt Jäckel. „Für Lea und Rebecca“ – zwei Mädchen, beide am Down-Syndrom erkrankt. Eine Therapie steht an, das Geld wollen die Ultraläufer zur Verfügung stellen. Darüber hinaus spenden sie die Einnahmen für den Deutschen Kinderschutzbund und auch für Fanconi-Anämie erkrankte Kinder, eine seltene Erbkrankheit.

Gleich am nächsten Tag geht es weiter Richtung Laufen. Knapp 50 Kilometer lautet die Tagesdistanz. Die beiden Sportler sind gut gelaunt, der Spendenmarathon hat erst begonnen. 2800 Kilometer – so weit müssen sie ihre Füße noch tragen, bis das Ziel erreicht ist.

kp

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