Gegen den inneren Schweinehund

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Toni Grassl (rechts) mit dem Extrembergsteiger Thomas Huber.

Berchtesgaden – Die zweite Auflage des Wanderfestivals im Berchtesgadener Land soll da ansetzen, wo man letztes Mal aufgehört hat. Veranstalter Toni Grassl im Interview:

Die zweite Auflage des Wanderfestivals im Berchtesgadener Land (31. August bis 2. Spetember) soll da ansetzen, wo man letztes Mal aufgehört hat. Darüber hinaus aber viel Neues bieten und das optimieren, was im letzten Jahr nicht funktionierte. Veranstalter Toni Grassl verspricht ein abwechslungsreiches Programm:

Was hat man aus der Premiere des Wanderfestivals im letzten Jahr gelernt? Was wird bei der Neuauflage anders gemacht?

Toni Grassl: Im vergangenen Jahr war das Angebot der Touren einfach zu umfangreich. In diesem Jahr haben wir anstatt der 18 Angebote von 2011 nur noch acht Touren. Diese waren es, die auch letztes Mal auf das Interesse der Teilnehmer gestoßen sind. Das „Zentrum“ des Wanderfestivals wird in diesem Jahr in der Fußgängerzone von Berchtesgaden sein, auf dem Weihnachtsschützenplatz. Dadurch nutzen wir die Grundfrequenz der Besucher im Ort und bieten unseren Partnern, darunter die Marktgemeinschaft, eine bessere Plattform. Letztes Jahr fand die Eröffnungsveranstaltung im Kongresshaus zu isoliert von der Außenwelt statt. In diesem Jahr wird am Freitagabend nach der offiziellen Eröffnung auf der Bühne am Weihnachtsschützenplatz ein Live-Konzert der Gruppe „Pass Partou“ stattfinden. Der Eintritt ist kostenlos. Mit dem Wanderfest wollen wir vor allem auch die einheimischen Besucher einladen.

Impressionen vom Wanderfestival 2011

Impressionen vom Wanderfestival 2011

Ihr wollt Profis, aber auch Einsteiger ansprechen: Wie wird Euch das gelingen?

Grassl: Die „24 Stunden alpin Spezial“-Tour mit 3050 Höhenmetern ist nur ambitionierten Wanderern vorbehalten, dies geht auch aus der Tourenbeschreibung klar hervor. Die „24 Stunden alpin Classik“ dagegen ist mit weniger Höhenmetern und kürzerer Streckenlänge gut für „24-Stunden-Wandern-Neulinge“ geeignet. Erstmals bieten wir in diesem Jahr zudem eine Trainingswoche zur Vorbereitung auf die 24-Stunden-Wanderungen an. Wer es kürzer haben möchte, findet eine breite Auswahl an Tagestouren bei uns.

Abwechslung für jedermann verspricht das Wanderprogramm: Was wird dieses Jahr geboten?

Grassl: Eines der Highlights wird sicher die Wanderung „Erlebnis Salz“ mit einer Untertage-Tour, die nur zum Wanderfestival möglich ist. Dabei geht es dann durch einen touristisch unerschlossenen Teil des Salzbergwerks Berchtesgaden. Die Single-Wanderung zur Gotzenalm war im vergangenen Jahr schon sehr gut besucht, ebenso die Nachtwanderung - hoffentlich bei Mondschein - über die Moosenalm.

Der Höhepunkt dürften die beiden 24-Stunden-Wanderungen sein. Wer eignet sich für dafür und wie kann man sich den Ablauf vorstellen?

Grassl: Die 24-Stunden-Wanderungen bieten ein Format, das einen festen Zeitrahmen hat. Von den Teilnehmern wird in dieser vorgegebenen Zeit eine klar definierte Leistung verlangt. Es gilt, die Höhenmeter zu bewältigen und die Strecke zu meistern. Ich denke, hier liegt die Motivation, sich daran zu beteiligen und sich der Herausforderung zu stellen. Natürlich muss der Teilnehmer diese Leistungsvorgaben in Höhenmetern und Strecke bewältigen können. Dazu kommt auch die Überwindung des inneren Schweinehundes, über die Nacht hinweg weiter zu gehen. Daher haben wir bewusst etwa alle zwei Stunden eine Pause eingebaut und versuchen, speziell die Nachtetappen kurzweilig zu halten, zum Beispiel mit Illuminationen im Zauberwald am Hintersee und Höhepunkten wie einer Bergmesse.

kp

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