Schmankerlfest: Besucher hatten zu großen Hunger

Berchtesgaden - Zum Auftakt der Weiss-Blauen Wirtshauswochen wurden die Wirte vom Ansturm überrumpelt. Egal ob Weißwürstl, Backhendl oder Apfelstrudel - alles wurde ausverkauft.

Dutzende Bleche Süßspeisen, Hunderte Forellenfilets, über 200 Kilogramm Kasspatzn: Die zehn Wirte wollten die rund 2000 hungrigen Mäuler zu stopfen - doch ohne Erfolg. Schon um 20 Uhr waren die Stände ratzeputz leer gegessen. „Wir haben einfach nichts mehr“, hieß es allerorts.

Nachmittags ging die kulinarische Achterbahnfahrt los: Ab 16 Uhr füllte sich der Weihnachtsschützenplatz. Touristen, Einheimische, Jung und Alt. Das Schmankerlfest gilt als Auftakt zu den Weiss-Blauen Wirtshauswochen. Zehn Wirte aus dem Talkessel haben sich zusammengeschlossen und bieten ihren Gästen bis Sonntag, 1. Juli, bayerische Kochkunst in allen Variationen. Die Einstimmung findet Jahr für Jahr beim Schmankerlfest statt. Aber mit diesem Ansturm hatte keiner gerechnet.

Wolfgang Huber vom Gasthof Bier Adam entschuldigte: „Schönes Wetter war uns klar, aber so viele Besucher überraschen.“ Er hat mit seinen Weißwurstpflanzerln am längsten durchgehalten: Über 800 Stück hat er bis zum Abend verkauft. Aus über 50 Kilogramm Weißwurstbrät hergestellt. Ein paar mehr wären schon noch gegangen, sagte er.

Ob liebevoll hergerichtete Radieschenbrote, fettig-deftige Bärlauch-Weißwurst oder saftige Wilderersülze, köstlicher Kaiserschmarrn oder mundender Apfelstrudel – alles, aber wirklich alles wurde abverkauft. Auch beim Backhendl-Stand warteten die geduldigen Besucher 20 Minuten, um wenigstens dort noch vielleicht erfolgreich zu sein. Bis schließlich der Hinweis kam, dass auch die Hendl ihre Abnehmer bereits gefunden hatten.

Wirtshauswochen: Schmankerl zum Auftakt

Lang waren die Gesichter, aber trotzdem herrschte beste Stimmung. Nicht zuletzt dank des Oxn Aug’n Trios, das in bewährter Weise musikalisch durch den Tag begleitete. Als um 20 Uhr keiner der Wirte mehr Nachschub liefern konnte, mussten sich die Gäste auf flüssige Nahrung beschränken. Aber auch dort, beim Hofbrauhaus Berchtesgaden, war man vom Überraschungsangriff der durstigen Mäuler überrascht. Nicht das Bier ging aus, sondern die 0,33-Liter-Plastikbecher.

kp

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