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Polizei und Bergwacht Berchtesgaden rücken samt Heli aus

Junge Damen müssen eiskaltes Notbiwak aufschlagen

Berchtesgaden - Das war nicht nur leichtsinnig, sondern lebensgefährlich: Drei junge Frauen wollten in eisiger Kälte und bei viel Schnee ohne entsprechende Ausrüstung drei Tage in den Bergen wandern. Es musste schließlich ein "Not-Biwak" her:

Bereits am Mittwochabend teilte ein Bergsteiger bei der Überfahrt von St. Bartholomä zur Seelände einem Bediensteten mit, dass er am Dienstag am Kärlinger Haus drei junge Damen getroffen hätte, welche angeblich die Nacht auf Mittwoch und auch noch die Nacht auf Donnerstag im Winterraum verbringen wollten. Die Frauen im Alter von etwa 25 Jahren seien lediglich mit leichten Bergschuhen, ohne Schneeschuhe, ausgerüstet gewesen. Dies wurde der Polizeiinspektion Berchtesgaden mitgeteilt, welche sich in der Folge mit der Bergwacht Berchtesgaden über das weitere Vorgehen beriet.

Von den Frauen waren weder die Namen noch Anschriften bekannt, auch wurden sie von niemanden als vermisst gemeldet. Da anzunehmen war, dass die Frauen keine Telefonverbindung hatten und somit auch selbstständig keinen Notruf hätten absetzen können, wurde aufgrund der erheblichen Neuschneemengen angenommen, dass die Frauen aus eigener Kraft nicht absteigen können. 

Am Freitag gegen 9 Uhr wurde die Polizeihubschrauberstaffel alarmiert und befand sich bereits im Anflug zum Funtensee, als die Wirtsleute von St. Bartholomä mitteilten, dass die drei Damen den See erreicht hatten. An der Seelände wurden die unverletzten Frauen zu ihrem Abenteuer befragt. Hierzu gaben sie an, dass am Mittwoch nochmals drei Personen am Funtensee eintrafen, welche eigentlich mit ihren Schneeschuhen zum Ingolstädter Haus wandern wollten.

Gemeinsam entschied man sich am Donnerstag über die Saugasse bei Schneetreiben und Lawinengefahr abzusteigen. Dieses Vorhaben gelang schließlich auch mit einer zusätzlichen, bitterkalten Übernachtung in einem Notbiwak. Von allen Beteiligten waren die Wetterprognosen für die Dreikönigswoche als nicht besorgniserregend beurteilt worden und die Hüttenwanderung wie geplant unternommen.

Pressemeldung Polizei Berchtesgaden

Rubriklistenbild: © dpa

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