Verstieß Gedächtnisfischen gegen Tierschutz?

Berchtesgaden - Die Tierrechtsorganisation PETA hat jetzt einen Fischereiverein angezeigt. Dieser soll bei einem Wettbewerb über 90 Mal gegen den Tierschutz verstoßen haben.

Die Tierrechtsorganisation PETA hat den Fischereiverein Berchtesgaden-Königssee angezeigt. Das berichten Bayernwelle und Berchtesgadener Anzeiger am Dienstag.

Es geht dabei um das sogenannte Roberto-Gedächtnisfischen Mitte April. Es ist eine jahrzehntealte Traditionsveranstaltung: das Roberto-Gedächtnisfischen am Hintersee. Heuer im April fand es zum 42. Mal stattgefunden. Sehr zum Ärger von PETA! Die Tierschützer sehen darin einen Verstoß gegen Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes. Demnach muss der alleinige Grund des Angelns im Nahrungserwerb liegen.

Vor diesem Hintergrund erstattete PETA bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Traunstein Anzeige gegen den Vorsitzenden des Fischervereins, Siegfried Lenz, und alle 90 Teilnehmer des Gedächtnisfischens. In einer Pressemitteilung der Tierschutzorganisation heißt es, zahlreiche Fische seien getötet worden. Das Töten von Fischen als Freizeitbeschäftigung oder als Sportveranstaltung zu klassifizieren, sei herzlos und ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Quelle: Bayernwelle Südost

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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