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Nachgefragt bei den Bayerischen Staatsforsten Berchtesgaden 

Waldbrandgefahr in der Region: „Wir sind sehr wachsam“

Waldbrand am Thumsee in Bad Reichenhall.
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Waldbrand am Thumsee in Bad Reichenhall.

Die heißen Temperaturen lassen die Gefahr eines Waldbrandes nach oben schnellen. Wie kritisch ist die Lage in der Region wirklich? Nachgefragt bei den Bayerischen Staatsforsten:

Berchtesgaden/Traunstein - Die Waldbrandgefahr sei durchaus hoch, betont Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller im Namen der Bayerischen Staatsforsten für den Standort Berchtesgaden: „Wir haben zwar nicht die aller höchste Stufe wie sie in vielen Kiefernbereichen in Nordbayern ausgerufen wurde, allerdings ist die Vegetation oberflächlich häufig trocken und es gilt daher auch bei uns aufzupassen.“

So sollten Spaziergänger auf Waldwegen Zigaretten nicht unachtsam wegwerfen. Wer zum baden fährt, sollte sein Auto nicht auf einer trockenen Wiese parken, da die Hitze des Katalysators das dürre Gras entflammen könnte. Speziell im Landkreis Berchtesgadener Land seien Südhänge, an denen die Sonne den Boden, verdörrtes Gras und Laub aufheize grundsätzlich eher gefährdet als schattige Tälchen.

„ Gefahr eines Brandes darf nicht unterschätzt werden“

Auch wenn der Waldbrandgefahrenindex die Lage für die Kreise Rosenheim, Berchtesgadener Land, Traunstein, Mühldorf am Inn und Altötting noch im Mittelwert einstuft und somit nur einen Tick überm Durchschnitt liegt, appelliert Dr. Müller an die Umsicht von Spaziergängern.

Wir sind sehr wachsam. In den letzten Wochen gab es zwar immer wieder Niederschläge und das Gras ist noch nicht ganz gelb und braun, aber die Gefahr eines Brandes darf nicht unterschätzt werden.“

Böden in der Region dank Gewitter und Niederschlag relativ feucht

Ähnliche Worte findet Remigius Hammerl, Förster und Geschäftsführer der Waldbesitzervereinigung Traunstein. Dank regelmäßiger Niederschläge und Gewittern seien die Böden der Region noch relativ feucht, sodass Waldbrandgefahr eher in anderen Teilen Deutschlands wie Brandenburg, am Rhein-Main-Gebiet, Südhessen sowie in Nordbayern zu finden seien.

Regionen wie der Thumsee bei Bad Reichenhall, an dem es bereits zwei Waldbrände mit Ausruf des Katastrophenfalls gegeben hat, seien ebenfalls gefährdeter als Regionen im Kreis Traunstein.

In der Regel, fährt Dr. Müller fort, entstehen Waldbrände eher im Frühjahr, wenn das Vorjahresgras noch ausgetrocknet ist und bis frisches Gras nachwächst. Im Brandfall würden auch Sanierungspflanzen, die eine wichtige Schutzfunktion des Waldes besitzen, verenden.

„Durch einen Brand verzeichnen wir Humus-Verluste, sodass die Wasserspeicherkapazität geringer wird. Eine gebrannte Erde verliert Speicherfähigkeit für Wasser. So ist beim nächsten Niederschlag die Gefahr eines Hochwassers gegeben, was wiederum andere Gebiete gefährdet. Ein Teufelskreis“, beendet Dr. Müller seine Erläuterungen.

mb

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