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Beinahe-Absturz bei Berchtesgaden

Oldtimer-Ausfahrt nach Heiratsantrag kostet junge Männer aus dem Mangfalltal fast das Leben

Dem Felsenbrocken, an dem das Fahrzeug hängen geblieben ist, haben die zwei jungen Männer vermutlich ihr Leben zu verdanken.
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Dem Felsenbrocken, an dem das Fahrzeug hängen geblieben ist, haben die zwei jungen Männer vermutlich ihr Leben zu verdanken.

Ein Heiratsantrag, gut gelaunte Freunde, ein BMW mit 190 PS auf einer Bergstraße – was als Sonntagsausflug begann, wäre fast in einer Tragödie geendet. Nur ein Felsbrocken verhinderte einen tödlichen Absturz.

Berchtesgaden/Bad Aibling/Bad Feilnbach – Das Rossfeld ist eine Legende unter Autofahrern, auf der Bergstraße bei Berchtesgaden fanden in den 60er-Jahren sensationelle Rennen statt, „fast alles, was vier Räder hatte – vom Porsche bis zum Goggomobil – wurde bergwärts gejagt“, wird auf einer Internetseite geschwärmt. Am Sonntag jagten zwei junge Männer aus dem Mangfalltal über die Serpentinen auf 1600 Metern Höhe – wären sie nicht an einem Felsbrocken hängen geblieben, wären sie jetzt vermutlich nicht mehr am Leben.

Ausgelassene Stimmung

Ein Freundeskreis – allesamt Fans von Oldtimern und Sportautos – war am Sonntagmorgen aus dem Landkreis Rosenheim und Altötting nach Berchtesgaden gefahren, Zeugen berichten von neun Fahrzeugen. Auf dem Rossfeld, im Winter ein beliebtes Familienskigebiet, wurde es romantisch: Einer der Beteiligten hielt um die Hand seiner Freundin an. Erfolgreich, sie sagte ja. Die Stimmung war ausgelassen, doch dann begann der dramatische Teil des Sonntagsausflugs.

Ein 21-Jähriger aus dem Raum Bad Aibling übernahm am späten Nachmittag die Fahrzeugschlüssel eines BMW 325i, Baujahr 1988 – offenbar fuhr das Auto früher bei den Deutschen Tourenwagen-Masters mit. Der 21-Jährige ist nicht der Besitzer des BMW mit der auffälligen Lackierung, sein Beifahrer war ein ebenfalls 21 Jahre alter Mann aus Bad Feilnbach.

Es ging bergab, vom sogenannten Ahornkaser Richtung südliche Mautstelle, wie ein Sprecher der Polizei Berchtesgaden auf Anfrage mitteilte. Der Ausblick auf die Alpen dort ist traumhaft. Viele Autofahrer bleiben an den Einbuchtungen stehen, setzen sich auf ein Bankerl und schauen auf die Berge. Hinter einer solchen Panorama-Bucht geriet der Fahrer mit seinem 190 PS starken BMW ins Schleudern.

Laut Polizei ist die Geschwindigkeit dort oben auf 70 km/h beschränkt, auf der Mautstraße passieren immer wieder schwere Unfälle. Der 21-Jährige dürfte deutlich schneller unterwegs gewesen sein, vermutet die Polizei. Er kam in einer Kehre nach links ab, bremste stark ab, prallte gegen einen Felsen, wurde nach oben geschleudert – und blieb nach wenigen Metern auf der Leitschiene hängen. Unter dem Auto: ein fast senkrecht abfallender Abhang, hunderte Meter tief, Bergwald.

Laut Polizei konnten sich die beiden Insassen selbst aus dem Auto befreien. Die Freunde, die zum Unfallzeitpunkt ein Stück weiter oben am Berg waren, alarmierten die Rettungskräfte. Die beiden 21-Jährigen kamen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus, das sie laut Polizei Berchtesgaden aber schon am Abend wieder verlassen konnten.

Alkohol nicht im Spiel

Bis ein Abschleppdienst mit einem Kran eintraf, sicherte die Freiwillige Feuerwehr das Unfallauto. Alkohol war übrigens nicht im Spiel – wie schnell die Autofreunde unterwegs waren, muss nun ein Unfallgutachter ermitteln. Der Schaden am Auto: 20 000 Euro.

Der schockierte Fahrzeughalter aus Bad Aibling war Zeugenaussagen zufolge am Unfallort – sein Sohn war ursprünglich mit dem BMW unterwegs und hatte seinem Vater versprechen müssen, niemanden mit dem Oldtimer fahren zu lassen.

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