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So blicken Hotel- und Gastgewerbe im Chiemgau und BGL auf das Pfingstwochenende

„Wir merken bei den Buchungsanfragen, dass eine gewisse Verunsicherung herrscht!“

Stephan Semmelmayr, Geschäftsführer beim Chiemgau-Tourismus e.V. und Teresa Hallinger, Leiterin des Destinationsmanagements beim Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden.
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Stephan Semmelmayr, Geschäftsführer beim Chiemgau-Tourismus e.V. und Teresa Hallinger, Leiterin des Destinationsmanagements beim Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden.

Das lange Pfingstwochenende steht an. Gleichzeitig gab es auch langersehnte Lockerungen bei den Infektionsschutzverordnungen. Wir haben bei den Tourismusverbänden von Chiemgau und Berchtesgadener Land nachgefragt, wie sie unter diesen Vorzeichen auf die anstehenden Tage blicken.

Berchtesgaden/Traunstein - „Wir sehen dem langen Pfingstwochenende sehr zuversichtlich entgegen. Urlauber dürfen anreisen, die touristischen Einrichtungen öffnen. Alle hier haben sich bestens vorbereitet. Es tut wirklich gut, endlich wieder Gäste begrüßen zu dürfen“, berichtet Teresa Hallinger, Leiterin des Destinationsmanagements beim Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden gegenüber BGLand24.de. Dem schließt sich auch Stephan Semmelmayr, Geschäftsführer beim Chiemgau-Tourismus e.V. an. „Es gibt teils Klärungsbedarf zu den Vorgaben, aber wir lösen das.“

Pfingstferien für Gastro und Hotellerie in Chiemgau und Berchtesgadener Land: Gewisse Verunsicherung bemerkbar

„Seit das Landratsamt Berchtesgadener Land die Öffnung bekanntgeben hat, hat die Nachfrage nach Zimmern und Ferienwohnungen noch einmal spürbar zugenommen. Wir sind sicher, die kommenden Wochen werden sehr gut gebucht sein“, so Teresa Hallinger vom Berchtesgadener Tourismusverband weiter. „Wir merken bei den Buchungsanfragen, dass eine gewisse Verunsicherung herrscht“, berichtet wiederum ihr Chiemgauer Kollege Semmelmayr. „Das drückt sich darin aus, dass es viele Prospekt- und Infoanfragen gibt, aber kaum Buchungen. Für die Sommerferien schaut das ganz anders aus: Da gehen die Leute offenbar davon aus, dass da dann was geht.“

„Bei den Hoteliers und Gastronomen überwiegt die Vorfreude“, führt Hallinger weiter aus. „Gastgeber ist man ja mit dem Herzen. Selbstverständlich besteht weiterhin eine gewisse Anspannung, die neuen Regeln müssen sich einspielen und in der Praxis bewähren. Aber da wir lange genug Zeit hatten, die technischen Voraussetzungen zu schaffen und das Personal vorzubereiten, sehen wir den nächsten Wochen ruhig entgegen.“ Eine gewisse Unsicherheit sei da, aber die meisten Fragen seien lösbar, berichtet auch Semmelmayr. „Wichtig für die Stimmung ist, dass sie wieder öffnen dürfen und es weitergeht.“ Spurlos sei die Pandemie an niemandem in der Branche vorbeigehen. „Da haben einige ihre privaten Rücklagen opfern müssen, trotz aller Hilfen. Mancher wird dauerhaft zusperren müssen oder eigentlich geplante Investitionen nicht machen können.“

Optimistischer Blick in die Zukunft

Spürt man bei Gästen Unsicherheiten hinsichtlich des Risikos, dass sie ihren Urlaub wegen wieder steigender Inzidenzen abbrechen müssen beziehungsweise wegen dieses Risikos nicht buchen? Der Startschuss am Mittwoch habe gezeigt, dass sich die Gäste der Situation durchaus bewusst seien, antwortet Hallinger. „Sie freuen sich aber so sehr auf eine Zeit in den Bergen, dass sie die Chance nach Berchtesgaden kommen zu können, gerne nutzen.“ Die Nachfrage zu Pfingsten zeige eine gewisse Verunsicherung, so ihr Kollege Semmelmayr.

„Bei uns gelten sinnvolle Regeln zum Schutz unserer Gäste und Servicekräfte. Viele Gäste werden dies schätzen. Wir sind absolut überzeugt, allen, die zu uns kommen, eine entspannte und erlebnisreiche Zeit biete zu können“, erwidert Hallinger auf die Frage, ob sie von den weitergehenden Lockerungen in Österreich Auswirkungen erwarte. „Wir merken da durchaus etwas“, räumt wiederum ihr Chiemgauer Kollege Semmelmayr ein. „Die Österreicher haben dafür ganz andere Probleme.“

Dort herrsche teils Personalnot. „Hier im Alpenvorland rekrutiert sich das Hotel- und Gastropersonal überwiegend aus der einheimischen Bevölkerung. Dort dagegen wird in erster Linie saisonal Personal teils aus dem Ausland angeworben. Die müssen jetzt erstmal schauen, dass sie die Leute herbekommen.“ Insgesamt blicke er optimistisch in die Zukunft, schließt Semmelmayr. „Man hat gesehen: Die Landes- und Bundesregierungen haben erkannt, dass es Hilfen für das Hotel- und Gastgewerbe braucht. Wir würden uns mehr davon wünschen, aber ich glaube sie haben es verstanden.“

hs

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